Dramen in Osttirol

Klettersteiggeher und drei Alpinisten in Bergnot

Tirol
19.05.2026 20:51

Gleich zwei alpine Notlagen haben sich am Dienstag in Osttirol ereignet: Während drei junge Männer in der Nähe von Kals am Großglockner im dichten Nebel und Neuschnee die Orientierung verloren und in unwegsames Gelände gerieten, musste wenig später ein Klettersteiggeher in der Galitzenklamm bei Amlach nach einer Erschöpfung aus einer brenzligen Lage gerettet werden.

Am frühen Morgen stiegen drei in Deutschland studierende Männer (23, 24 und 25) aus Bangladesch vom Lucknerhaus in Richtung Stüdlhütte auf. Gegen 6 Uhr verloren die Alpinisten auf rund 2600 Metern Höhe bei dichtem Nebel und fehlendem Handyempfang die Orientierung.

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Bereits nach wenigen Schritten talwärts wagten sie sich aufgrund des teilweisen hüfthohen, feuchten Schnees nicht mehr weiter abzusteigen.

Ein Beamter der Polizei

Statt dem markierten Steig folgten sie irrtümlich der Ostflanke des Fanotkogels und gerieten in zunehmend steiles, teils felsdurchsetztes Gelände. Erst gegen 6.45 Uhr entschied die Gruppe umzukehren – doch der tiefe, feuchte Schnee machte ein Weiterkommen unmöglich.

Hubschrauberbergung wegen Wetter nicht möglich
Die Männer setzten einen Notruf ab. Eine Hubschrauberbergung war aufgrund der Wetterlage nicht möglich. Kräfte der Bergrettung sowie ein Alpinpolizist wurden per Polizeihubschrauber in die Nähe der Viehböden geflogen und stiegen zu Fuß auf. Gegen 9.40 Uhr konnten die erschöpften Alpinisten gesichert und schließlich ins Tal geflogen werden.

Klettersteig-Drama in der Galitzenklamm
Nur wenige Stunden später kam es in der Galitzenklamm bei Amlach zu einem weiteren Einsatz: Ein 27-jähriger Deutscher aus München war am Dopamin-Klettersteig unterwegs, als er im Bereich „Werner Beinhart“ (Schwierigkeit E) aufgrund von Erschöpfung nicht mehr weiterkam.

Beim Versuch, sich zu halten, stürzte er ins Klettersteigset, wodurch der Bandfalldämpfer auslöste und den Sturz abfing. Da er dennoch blockiert war und sein Equipment stark beansprucht wurde, setzte sein Begleiter gegen 13.15 Uhr den Notruf ab.

Vorsorglich ins Spital gebracht
Der Mann wurde schließlich gegen 13.55 Uhr per Tau vom Rettungshubschrauber geborgen und ins Tal geflogen. „Wegen der langen Hängezeit im Klettergurt wurde er vorsorglich ins Krankenhaus nach Lienz gebracht“, heißt es seitens der Polizei.

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