Photovoltaik geplant:

Alte Mülldeponie wird zum Sonnenkraftwerk

Kärnten
20.05.2026 08:59

Nachhaltiger Sonnenstrom statt einer Abdeckung mit Kunststofffolie: Die ehemalige Mülldeponie in Müllnern bei Villach erhält eine Photovoltaikanlage.

Viele Jahre wurde geplant, nun steht ein großes Sonnenstrom-Projekt vor der Verwirklichung: Die Deponie Müllern am Villacher Stadtrand wird zu einer der größten Photovoltaik-Anlagen Kärntens. Es wird auch die erste PV-Anlage in Österreich, die auf der endgültigen Abdichtung einer geschlossenen Hausmülldeponie errichtet. 

Der ursprüngliche Plan hätte eine endgültige Schließung der Deponie nach Abschluss der biologischen Abbauprozesse mit einer speziellen Hülle aus Kunststoff vorgesehen. 50.000 Quadratmeter Kunststofffolie wären dafür notwendig gewesen. „Diese Standard-Variante war uns nicht nachhaltig genug“, erklärt Bürgermeister Günther Albel. Er ist auch Obmann des Abfallwirtschaftsverbandes Villach.

Noch im Mai werden Erdarbeiten und Geländemodellierungen durchgeführt. Danach soll Mitte des Jahres die Arbeiten an der Stahl-Konstruktion beginnen. Dabei wird über der Deponie auf mehr als 6000 Stehern eine dichte Flächenabdeckung montiert, ähnlich einem riesigen Carport. 

Das Projekt wurde Dienstag präsentiert
Das Projekt wurde Dienstag präsentiert(Bild: Katrin Fister)

Auf dieser Unterkonstruktion werden etwa 11000 Stück Photovoltaik-Paneele angebracht. Bis zum Ende des Jahres oll die Anlage fertiggestellt sein und Strom für 1450 Haushalte liefern. „Die Anlage ist nicht nur ein wichtiger Schritt zu mehr Energie-Autonomie, sondern auch ein wertvoller Umweltbeitrag. Es werden pro Jahr 630 Tonnen CO² eingespart“, so Albel.

Das riesige Sonnenkraftwerk hat außerdem einen weiteren Vorteil: Der Abfallwirtschaftsverband wird sich durch die vollständige Neukonzeption des Schließungsprojektes etwa ein Drittel der ursprünglichen Kosten sparen. Etwa 4,5 Millionen Euro werden in die PV-Lösung investiert.

Umgesetzt wird das Projekt von einer Kärntner Firma. PV-Invest wird die Anlage auf eigene Kosten errichten und die Verwertung des Stromes übernehmen. Der Abfallwirtschaftsverband wird die Fläche an das Unternehmen verpachten und erhält einen Anteil am Stromerlös. 

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