„Geist von Hainburg“

Zurück zum Ursprung der heimischen Umweltbewegung

Niederösterreich
19.05.2026 09:30

Was vor 40 Jahren mit der dramatischen Rettung des Naturparadieses bei Hainburg begann, ist in der Petroneller Au aufgeblüht. Vor zehn Jahren wurde die Fläche zum Naturschutzgebiet hinzugefügt. 

Vor mehr als 40 Jahren stemmten sich Hunderttausende Naturschützer erfolgreich gegen das geplante Donaukraftwerk in der Hainburger Au — die historische Geburtsstunde für Österreichs Umweltbewegung. Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatte „Krone“-Gründer Hans Dichand, der dem Protest mit seiner Zeitung eine gewaltige Stimme verlieh und damit half, eines der letzten großen Augebiete Europas vor der Zerstörung zu bewahren.

Heute zeigt sich, wie weitreichend dieses Vermächtnis ist! Denn auf der vor genau zehn Jahren bei Petronell eingegliederten Fläche, durfte die Natur zurückkehren. 260 Hektar wurden Teil des Nationalparks Donau-Auen, weitere 140 Hektar aus intensiver Nutzung genommen. 7700 Schwarzpappeln, Silberweiden und Erlen fanden hier neue Wurzeln, Wasseradern wurden geöffnet und monotone Forstflächen Schritt für Schritt in lebendige Auwälder verwandelt. „Bereits jetzt können Besucher sehen, wie sich wieder prächtige Naturflächen einstellen und die Artenvielfalt zunimmt“, freut sich Nationalparkdirektorin Edith Klauser.

Auch Grundeigentümer Maximilian Abensperg-Traun, durch dessen Entgegenkommen der große finale Ökowurf erst möglich wurde, spricht von einer „schönen Bestätigung“, dass Vertrauen in natürliche Prozesse nachhaltige Ergebnisse hervorbringen könne. Die Petroneller Au ist damit mehr als nur ein Jubiläumsprojekt. Sie ist der lebendige Beweis, dass der berühmte Geist von Hainburg bis heute weiterwirkt...

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