Nach „Krone“-Bericht:

Land lenkt nach Ortschef-Kritik bei Mikro-Öffi ein

Salzburg
16.05.2026 09:00

Die „Krone“ hatte es bereits berichtet: Taxenbachs Bürgermeister Johann Gassner verstand die Welt nicht mehr. Keine Widmungen im Ortsteil Eschenau. Der Grund: Es gebe keine Anbindung ans Öffi-Netz – trotz neuer Shuttles, die alle Ortsteile anbinden. Jetzt kommt allerdings Bewegung in die Sache...

Es ist eines dieser Dinge, die man nicht verstehen kann. Zumindest ging es Taxenbachs Bürgermeister Johann Gassner so. Er schilderte der „Krone“, dass eine Familie im Ortsteil Eschenau ausbauen wolle, damit die Kinder weiter hier wohnen können.

Allein das Land verweigerte die Widmung, denn der Ortsteil sei zu weit weg vom Öffi-Netz.  Und das, obwohl die Gemeinde gemeinsam mit dem Land alle entlegenen Ortsteile mit Mikro-Öffis – also Shuttle-Bussen – angebunden hat. „So sterben ländliche Gebiete aus“, kritisierte Gassner zu Recht.

Der Hintergrund: Für Baulandwidmungen gilt am Land als Kriterium, dass ein öffentliches Verkehrsmittel (ÖV) innerhalb von 500 Metern erreichbar sein soll. In der Praxis wird dafür das ÖV-Güteklassensystem herangezogen – und dort waren Mikro-Öffis per Definition nicht enthalten.

Das Land nahm den „Krone“-Bericht zum Anlass, hier nachzuschärfen: Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll (ÖVP) kündigte an, dass bedarfsgesteuerte Mikro-ÖV-Systeme künftig in Raumordnungsverfahren anerkannt werden. Er argumentierte, das bisherige Verständnis stamme aus einer Zeit, in der öffentlicher Verkehr fast nur als Linien- und Taktverkehr gedacht wurde; moderne, flexible Angebote würden vor Ort aber oft erst den Anschluss an den höherwertigen ÖV schaffen. 

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