Austrias Frauen feierten dank 1:0 gegen Salzburg den Sieg im ÖFB-Cup und so den ersten Titel in ihrer Klubgeschichte. Torschützin Kathi Schiechtl war beim „Heimspiel“ in Wien auch von der Rekordkulisse mit 4600 Fans begeistert. „Bei meinem Treffer, das war völlige Eskalation.“
Riesenjubel. Konfettiregen und Kapitänin Carina Wenninger stemmte unter „Cupsieger“-Gesängen als Erste den Pokal in die Höhe. Austrias Frauen schrieben am Donnerstag im Wiener Sportclub-Stadion Geschichte, feierten ihren ersten Titel – und das vor 4600 Fans und der besten Stimmung, die es in Österreich jemals beim „weiblichen Kick“ gab.
„Das war unglaublich, Gänsehaut pur. Wir müssen Danke an alle Leute sagen“, so Teamverteidigerin Kathi Schiechtl, die in Minute 52 vor der randvollen Austria-Tribüne per Kopf den Sieg fixierte hatte. „Wahnsinn, dieses Gefühl. Das war Eskalation pur! Wir haben das Herz auf dem Platz gelassen. Der Titel bedeutet so viel – für uns, den Verein und die Fans.“
Vor dem 50. ÖFB-Cup-Finale standen in Hernals viele in Schlangen an, einige verfolgten beim „Krone“-Lokalaugenschein gar via Handy die TV-Berichterstattung. „Was is’n da los? Haben die mehr Tickets verkauft als es Plätze gibt?“ war zu hören. Oder: „Zweite Kassa bitte!“ Neben einer Kärntner Runde im Bullen-Trikot fand Valentin Schöffel, Bruder von Austrias Louise: „Jetzt mal zwei, drei Biere. Dann werden wir auch den Sieg feiern.“
Der Rekordbesuch bei einem heimischem Frauen-Klub-Pflichtspiel und das Match waren Top-Werbung für den Frauenfußball. „Überragend. Das würden wir am liebsten jede Woche haben“, lachte Austria-Trainer Stefan Kenesei nach dem „Lohn für harte Arbeit. Die Kulisse war überragend, das Stadion wie unsere Heimstätte. Wir haben Geschichte geschrieben.“
Wie die Klubführung um Kurt Gollowitzer und Dagmar Schmidt drückten auch die Herren-Stars vor Ort die Daumen. Kapitän Manfred Fischer: „Die Atmosphäre war ein Traum. Das haben sich beide Teams verdient. Wir werden unseren Mädels für den Titel etwas in die Kabine stellen.“ Auch die ÖFB-Spitze um Josef Pröll oder Neo-Frauen-Teamchef Lars Söndergaard kam – Sportdirektor Peter Schöttel: „Super Event, es geht in die richtige Richtung.“
Bullen mit Top-Vorstellung
Das gilt auch für Salzburg, das im ersten Jahr als reines Red-Bull-Team die Meistergruppe und das Cup-Finale erreichte. Trainer Dusan Pavlovic: „Wir sind sehr mutig, aggressiv und tapfer aufgetreten. Wir haben eine super Saison und Entwicklung. Ich bin wirklich stolz auf meine Mannschaft.“
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