Die Eisheiligen sorgen gerade für perfektes Lesewetter. Zeit für einen wirklich guten Krimi oder Spannungsroman. Die „Krone“ hat einige Tipps parat – vom großen Monet-Coup über tödliche Sommerferien bis hin zu den besten Schafsermittlern der Welt.
Vergiftete Welt der Superreichen
Der Mörder ist immer der Gärtner — es sei denn, das Essen ist vergiftet. Dann verdächtigt man wohl eher die Köchin. Dieser Meinung ist auch die Polizei, nachdem eine Milliardärsfamilie in Davos den Genuss des edlen Silvester-Menüs nicht überlebt hatte. Schnell machen sie deren Köchin Lis zur Hauptverdächtigen – dabei ist sie selbst ein Opfer. Sie ist nur noch am Leben, weil sie lediglich eine kleine Dosis des Gifts erwischte – und doch wird sie sterben. Nur noch fünf Tage bleiben Lis, um den Mörder ihrer Arbeitgeber und damit ihren eigenen zu finden. Und vor allem ihre kleine Tochter zu schützen.
Als einzige Zeugin wird sie von den Verwandten der Getöteten in ein luxuriöses Krankenhaus gebracht. Hier beginnt ein tödlicher Countdown, ein Zeitdruck, der nicht nur auf Lis lastet – sondern auch den Leser in Hochspannung versetzt.
Unter dem Pseudonym Helena Falke schafft eine „mehrfach ausgezeichnete deutschsprachige Autorin“, so der Verlag, eine dichte, spannungsgeladene Atmosphäre. Macht, soziale Ungerechtigkeit, familiäre Abgründe . . . War Lis nur ein Kollateralschaden oder doch verstrickt in die Intrigen der Superreichen?
All das würzt Falke mit den sinnlichen Düften und Aromen, die die Spitzenköchin Lis ihr Leben lang begleiteten. Ein gelungenes Krimi-Rezept
Rückkehr der wolligen Detektive
Fans der wolligsten Ermittlertruppe aller Zeiten dürfen sich freuen: Mehr als 20 Jahre nach dem Auftakts-Krimi „Glennkill“ melden sich die Schafe zurück. Nicht nur in der gleichnamigen Kino-Verfilmung mit Hugh Jackman. Auch in Band Nummer drei beschert uns Bestseller-Autorin Leonie Swann ein „Widdersehen“ mit Miss Maple, Mopple & Co. Nach einem kurzen Aufenthalt in Frankreich kehrt die Herde mit Schäferin Rebecca auf ihre irische Weide zurück. Doch die ist nicht mehr so grün wie in ihren Träumen und außerdem von Fremdschafen besetzt. Als dann noch ein abgeschnittener Finger auftaucht und Rebecca verschwindet, müssen sie wieder blökend auf Verbrecherjagd gehen. Aber da auch das klügste Schaf Miss Maple noch lange keine Miss Marple ist, tappen sie dabei gewohnt unbeholfen durch die so wenig verständliche Welt der Menschen. Gerade in einer immer komplizierteren Welt ein kuscheliges Vergnügen.
Die Abgründe eines Sommers
Es klingt wie die Idylle eines typischen Sommerromans. Jahr für Jahr verbringen Lou und Raf, zwei unzertrennliche Freunde, den Urlaub gemeinsam. Diesmal an der malerischen dänischen Küste. Allerdings ist auch Nora mit von der Partie – und schnell ahnt man, dass über der Leichtigkeit dieses Sommers ein dunkler Schatten hängt. Gleich zu Beginn gibt es den ersten, aber nicht den letzten Toten . . .
Mehr und mehr zeigt sich die Abhängigkeit Lous von dem Lebemann Raf. Eine toxische Beziehung zwischen sexueller Anziehung, Intimität, Gefühlskälte, Manipulation und Machtspiel.
Die Anwesenheit von Nora ruft Erinnerungen an längst vergangene Ferien mit dem Schulfreund Jakob wach. Dass diese kein gutes Ende genommen haben, löst sich nach und nach in Rückblenden auf.
Der Debütroman „Ultramarin“ der deutschen Texterin Ann-Christin Kumm ist kein Krimi im klassischen Sinn. „Ich wollte über die Abgründe in zwischenmenschlichen Beziehungen schreiben“, sagte sie in einem Interview. Die Spannung baut sich in Rafs Psychotricks auf, die eine Liebe vorgaukeln, in der sich Lou völlig verliert – und doch nicht davon lassen kann. Fesselnd und bedrückend zieht Kumm einen mit in diese Abgründe. Diese flirrende, brodelnde Atmosphäre entwickelt einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann.
Mörderische Hommage an Monet
Am 5. Dezember jährt sich der Todestag von Claude Monet zum hundertsten Mal – und Frankreich erklärte gleich ganz 2026 zum Monet-Jahr. Ein Anlass auch für den österreichischen Autor Christian Schleifer, dem einzigartigen Künstler einen seiner belietben Paris-Krimi unter dem Pseudonym René Laffite zu widmen. Bei ihm nutzen gleich mehrere Kunstdiebe die Feierlichkeiten rund um den Maler für einen aufsehenerregenden Coup – mit mörderischen Folgen. Und Commissaire Geneviève Morel ahnt, dass ihre verbrecherische Großmutter wieder einmal mehr darüber weiß.
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