Dealer vor Gericht

Kiloweise harte Drogen geschmuggelt und verkauft

Vorarlberg
13.05.2026 18:00
Porträt von Chantal Dorn
Von Chantal Dorn

Am Landesgericht Feldkirch in Vorarlberg stand am Mittwoch ein Drogen-Prozess mit brisantem Hintergrund auf der Tagesordnung. Angeklagt war ein einschlägig vorbestrafter 38-Jähriger. 

Die Vorwürfe wiegen schwer. Laut Staatsanwalt Simon Mathis soll der Angeklagte im vergangenen Jahr innerhalb von nur fünf Monaten riesige Mengen harter Drogen aus der Schweiz nach Vorarlberg gebracht haben.

Die Rede ist von insgesamt sechs Kilogramm Kokain, einem Kilogramm Amphetamine und mehr als neun Kilogramm Cannabis. Verkauft worden seien die Drogen im Raum Bludenz – gemeinsam mit einem Komplizen.

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Dieser Komplize ist der eigentliche Drahtzieher des Drogenhandels gewesen.

Rechtsanwalt Nicolas Stieger

Und genau dieser ehemalige Geschäftspartner, der bereits zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden ist, belastete den 38-Jährigen nun schwer. Rechtsanwalt Nicolas Stieger, der den Angeklagten verteidigt, hielt dagegen: „Dieser Komplize ist der eigentliche Drahtzieher des Drogenhandels gewesen.“ Gleichzeitig kritisierte Stieger die Ermittlungen scharf und sprach von einer „mangelhaften Anklageschrift“. So sei beispielsweise nicht einmal klar, woher genau die Drogen überhaupt stammen würden.

Ehemalige Partner sind nun erbitterte Feinde
Im Gerichtssaal zeigte sich außerdem, dass aus den einstigen Partnern längst erbitterte Feinde geworden sind. Besonders brisant: Der Angeklagte soll seinem ehemaligen Komplizen sogar Drohbriefe ins Gefängnis geschickt haben. Darin habe gestanden, er werde seinen Ex-Kompagnon und dessen Freundin umbringen, sollten sie gegen ihn aussagen. Für zusätzlichen Zündstoff sorgt die Rolle eines erst 16-jährigen Jugendstraftäters, der die Drohbotschaften überbracht haben soll. Laut dem Staatsanwalt habe ihm der Angeklagte dafür ein Kilogramm Kokain versprochen.

Der Beschuldigte bestreitet die ihm zur Last gelegten Vorwürfe. Weitere Zeugen sollen nun Licht ins Dunkel der kriminellen Machenschaften bringen. Der Prozess wurde folglich vertagt. Fakt ist, dass für den seit neun Monaten in Untersuchungshaft sitzenden Angeklagten sehr viel auf dem Spiel steht: Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Gefängnis.

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