Alexander Schlager wartet auch nach drei Jahren beim FC Red Bull Salzburg auf den ersten Titelgewinn mit dem einstigen Serienmeister. Ausgerechnet sein ehemaliger Klub LASK steuert derweil auf das Double aus Cupsieg und Meisterschaft zu.
Sommer 2023. Alexander Schlager verlässt den LASK und heuert bei seinem Heimatklub Salzburg an. Der 30-Jährige, der während seiner Zeit bei den Stahlstädtern stets pendelte, war wieder dauerhaft „dahoam“. Bei jenem Verein, für den er schon als Jugendlicher auflief. Und mit dem er endlich Titel gewinnen wollte. Die standen bei den Bullen an der Tagesordnung. Zehnmal Meister en suite zwischen 2013/14 und 2022/23, während dieser Zeit zudem achtmal Pokalsieger. Auf die Mozartstädter zu setzen, schien eine sichere Bank zu sein.
Mai 2026. Alexander Schlager liegt in der Raiffeisen Arena zu Linz fix und fertig am Boden. Salzburg hat auch die letzte Titelchance durch ein 1:2 beim LASK verspielt. Nach dem Cup-Aus wenige Wochen zuvor gegen Altach der nächste Nackenschlag für die einst so erfolgsverwöhnten Bullen. Für die Schlager mittlerweile 112 Pflichtspiele absolviert und über die er sich zum Stammtorhüter im Nationalteam gemausert hat. Während sein Ex-Klub auf das Double zusteuert, wartet der Fanliebling noch immer auf einen Titel.
Schlager: „Wir haben es das ganze Jahr nicht hingebracht“
Zahlreiche Mit-, aber auch einige Gegenspieler trösteten Schlager, dem die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand. Einige Minuten nach der Partie beantwortete Schlager – wie so oft in den vergangenen drei Spielzeiten – die Fragen der Medienvertreter. „Wenn man einen Titel holen möchte, müssen gerade in einer Saison, wo es so knapp ist, viele Zahnrädchen ineinander greifen“, erklärte er. Beim LASK sei das gerade der Fall. „Dann entsteht eine gewisse Euphorie, eine Dynamik, eine Energie. Wir alle zusammen – nicht nur wir Spieler – haben das aber das ganze Jahr über nicht hingebracht.“
Dabei hatte es mehrfach die Möglichkeit gegeben, das Blatt zu wenden. Etwa mit dem 5:1-Sieg ausgerechnet beim LASK, als Trainer Daniel Beichler sein Debüt auf der Betreuerbank der Salzburger feierte. Oder im Rahmen der englischen Runde, als man die Wiener Austria zweimal in Folge bezwingen konnte. „Du kämpfst dich zurück, kriegst aber wieder einen Nackenschlag und fällst ganz runter“, beschrieb Schlager seine Gefühlslage.
Wobei er gar nicht mehr darüber nachdenken wollte, wo man die Meisterschaft liegen ließ. „Ich denke seit drei Jahren nach. Am Ende des Tages verdienen wir es nicht, weil wir in gewissen Bereichen nicht professionell genug sind.“ Schlager weiter: „Ein Klub wie wir, mit diesen Bedingungen und Mitteln, sollte immer ganz oben stehen und um Titel spielen. Fakt ist aber auch: Wenn man das will, müssen ganz viele Dinge passen. Das tun sie nicht.“
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