In Brüssel, wie auch im Kreise der EU-Regierungschefs, ist man sich in Hinblick auf den Ukraine-Krieg in einer Sache einig: Europa muss mit am Verhandlungstisch sitzen. Man dürfe einen künftigen Friedensschluss nicht allein dem Kreml und dem Weißen Haus überlassen. Und Kriegsherr Wladimir Putin hat nun – listig dieser Forderung scheinbar folgend – seinen Duzfreund Gerhard Schröder als Vermittler im Ukraine-Konflikt vorgeschlagen.
EINERSEITS war aus der EU-Zentrale sofort zu hören, dass dies nur ein Scheinangebot sei, ein Teil der hybriden Kriegsführung Russlands und der deutsche Altkanzler viel zu Putin-nahe sei.
ANDERERSEITS könnte man jenen vorsichtig positiven Stimmen, die aus der SPD kommen, folgen und den Vorschlag nicht sofort abtun. Wie Putin selbst sagt: Russland würde nur mit Persönlichkeiten verhandeln, denen es vertraut. Und da wäre der alte Sozialdemokrat Schröder wohl der Richtige.
Vielleicht aber sollte man ihm jemanden zur Seite stellen, der das Vertrauen Brüssels und auch Berlins hätte. Warum nicht Schröders Nachfolgerin im Kanzleramt, Angela Merkel? Sie hat ja bereits das Abkommen von Minsk verhandelt, spricht Russisch und kennt Wladimir Putin.
Und als Ukraine-Friedensengel könnte Merkel das gut machen, was sie 2015 in der Migrationsfrage mit ihrer Aussage „wir schaffen das“ verbockt hat.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.