Der US-Präsident hat einen Sündenbock für sein Iran-Dilemma gefunden: Die Kurden seien ihm in den Rücken gefallen! Sie hätten Waffen bekommen, diese aber nicht an die iranische Opposition für einen Aufstand gegen das Regime weitergegeben.
Und dann noch den ultimativen Rufmord: „Sie kämpfen nur, wenn sie dafür bezahlt werden.“
Das sind jene Kurden, die an der Seite der USA die Hauptlast im Kampf gegen den IS-Kalifenstaat getragen und dafür einen hohen Blutzoll geleistet hatten. Dann ließ sie Trump fallen, weil er mit dem syrischen Präsidenten Scharaa und mit Erdoğan einen besseren Deal machen konnte.
Die Kurden – das größte Volk ohne Staat – waren immer wieder im Stich gelassen, ja betrogen worden. Deshalb hatten sie eine gute Nase, sich nicht in Trumps Iran-Abenteuer einspannen zu lassen: Kaum hatte der Krieg begonnen, stoppte Trump in einer der vielen Kehrtwenden den Plan mit den Kurden – nach Warnungen seiner Spezis, es sei nicht gut, den Kurden zu viele Waffen in die Hand zu geben.
Kurden leben in allen Staaten des Nahen Orients. Ihr tragisches Schicksal ist, dass sie in der Sehnsucht nach Selbstbestimmung in einem eigenen Territorium in die Intrigen unter den herrschenden Regimes geraten. Bei denen sind die jeweils „anderen Kurden“ die Guten und die „eigenen Kurden“ die Bösen. Dass sogar die USA bei dem Kurden-Bashing mitmachen, ist relativ neu.
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