Beim Eurovision Song Contest wird Inklusion groß geschrieben: David Obermaier, Lehrender an der FH Kärnten, übersetzt mit einem Team die Songs in die Gebärdensprache.
Musik verbindet sowohl Hörende als auch Gehörlose. Dem stimmt auch David Obermaier zu. „Obwohl ich schwerhörig bin, habe ich Musik immer stark über Rhythmus, Vibration und Atmosphäre wahrgenommen“, erzählt der gebürtige Grazer. Seit einem halben Jahr kommt er regelmäßig auf die FH Kärnten und unterrichtet Dolmetschen: österreichische Gebärdensprache – Deutsch. Und auch als DJ ist David unterwegs.
Unter dem Namen „SilentBeat“ macht er Musik inklusiv erlebbar. Dieses Ziel verfolgt er auch beim Eurovision Song Contest. Zu acht machen er und seine Kollegen Songs mit visuell-manueller Sprache sichtbar.
Wie funktioniert das?
„Man kann sich die Übersetzung wie eine visuelle Interpretation von Musik vorstellen. In der Gebärdensprache spielen Mimik, Körpersprache, Bewegungsfluss, Blickkontakt und Raumgestaltung eine zentrale Rolle“, erzählt David.
Rhythmus wird durch Bewegung und Timing dargestellt, Emotionen durch Mimik und Körperspannung. Wichtig ist es, die Bedeutung und Wirkung eines Songs zu transportieren und nicht nur die einzelnen Wörter.
Intensive Vorbereitungen
Laut David sind die Vorbereitungen intensiv. „Ich beschäftige mich vorab mit den Liedtexten, den Künstlern, der Bühnenshow und dem musikalischen Aufbau der Songs.“ Die Barrierefreiheit beim Song Contest bedeutet für David Zugang zu Informationen, Emotionen, Unterhaltung und kulturellen Erlebnissen.
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