Daniel Zadra und Co kritisieren Vorarlbergs Statthalter für dessen Familienpolitik und werfen ihm Scheinheiligkeit vor. Sie fordern die Rücknahme sämtlicher Kürzungen, die Familien belasten.
Ganz und gar undiplomatisch gehen Vorarlbergs Grüne derzeit auf Kollisionskurs mit der Landesregierung. Insbesonders nehmen Daniel Zadra und seine Kollegen den blauen Koalitionspartner ins Visier: Landesstatthalter Christof Bitschi (FPÖ) wird als „Familienbelastungs-Statthalter“ tituliert – und damit ist auch schon klar, worum es im Kern der Kritik geht: „Die FPÖ inszeniert sich als Familienpartei, setzt in Regierungsverantwortung aber genau das Gegenteil um: Während Bitschi öffentlich gegen Belastungen auftritt, streicht er im eigenen Zuständigkeitsbereich Leistungen, kürzt Förderungen und dünnt Angebote für Familien aus,“ erklärt er. Dabei bezieht sich der Oppositionelle auf eine Aussage Bitschis, in der er erst kürzlich meinte, Familien müssten „unterstützt und gestärkt, nicht belastet und geschwächt werden.“
Seit die Freiheitlichen in der Landesregierung Verantwortung tragen, würden sie bei Familien kürzen. Gleichzeitig erhöhe die FPÖ das Budget für den Straßenbau um 81 Prozent und zeige damit klar: „Sie entscheidet sich gegen Familien und für Betonprojekte. Die FPÖ lässt Vorarlbergs Familien mit Teuerung und hohen Energiepreisen im Stich,“ wettern die Grünen. Als Beispiele für die blaue Handschrift nennt Zadra etwa die Kürzung der Budgetmittel für familienpolitische Maßnahmen um 7,1 Prozent von 2025 auf 2026: Davon seien unter anderem Familienzuschuss, Familienbund, Kinderfreunde und Sommerprogramme in den Gemeinden betroffen. Zudem wirft Zadra den Blauen vor, das Budget für den gemeinnützigen Wohnbau heuer um 4,5 Prozent gekürzt zu haben.
Kein Verständnis für Kürzungen
Auch die Tarifsenkungen im Sozialfonds sind Zadra ein Dorn im Auge. Diese würden Kürzungen gleichkommen. Ebenso wenig Verständnis zeigt Zadra für die Schließung des Hallenbads im Krankenhaus Rankweil, denn dadurch fallen zig Kinder-Schwimmkurse flach. Statt zu kürzen, fordern die Grünen die Rücknahme aller Kürzungen bei Familienleistungen und sozialen Angeboten und zudem die volle Inflationsanpassung von Unterstützungsleistungen für Familien.
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