Der ehemalige Energieminister der Ukraine, Herman Haluschtschenko, ist im Zusammenhang mit einer weitreichenden Korruptionsaffäre festgenommen worden. Für ihn klickten die Handschellen am Wochenende, als er versuchte, das Land zu verlassen.
Haluschtschenko werden unter anderem Geldwäsche und die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft zur Korruptionsbekämpfung am Montag mitteilte.
Einen Namen nannte die Behörde nicht, allerdings hieß es in einer Erklärung auf Telegram, dass es sich um den von 2021 bis 2025 amtierenden Energieminister der Ukraine handelt. Während dieser Zeit hatte Haluschtschenko das Amt inne.
Nach seiner Zeit als Energieminister folgten ein paar Monate als Justizminister, ehe der Politiker rund um Korruptionsvorwürfe suspendiert wurde und er anschließend zurücktrat.
In der „Midas“-Affäre rollten schon mehrere Köpfe
Die Festnahme steht im Zusammenhang mit dem sogenannten „Midas“-Fall, benannt nach dem aus der griechischen Mythologie bekannten, maßlos gierigen König Midas, der alles, was er angriff, in Gold verwandelte. Dabei geht es um ein mutmaßliches Schmiergeldsystem bei der staatlichen Atomenergiebehörde, in das hochrangige Beamte und Wirtschaftsvertreter verwickelt sein sollen.
Wegen der Affäre waren bereits die beiden vorigen Energieminister sowie der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj zurückgetreten. Alle drei haben die Vorwürfe zurückgewiesen.
Der Nationalen Antikorruptionsbehörde der Ukraine zufolge erhielt die kriminelle Organisation während der Amtszeit des nun festgenommenen Verdächtigen mehr als 112 Millionen Dollar aus illegalen Aktivitäten im Energiesektor. Die Ermittlungen stützten sich auf Material aus der Ukraine sowie aus der internationalen Zusammenarbeit mit Behörden mehrerer anderer Staaten.
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