„Wäre nicht sehr klug“

Kallas lehnt Schröder als Vermittler Moskaus ab

Außenpolitik
11.05.2026 09:56
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas lehnt den Vorschlag ab, den deutschen Altkanzler Gerhard Schröder als europäischen Unterhändler einzusetzen. Es wäre nicht sehr klug, Russland dieses Recht einzuräumen, sagte sie. Kallas erinnerte daran, dass sich Schröder für russische Staatskonzerne engagiert habe.

Er würde bei Verhandlungen daher „auf beiden Seiten des Tisches sitzen“. Wie berichtet, hat Russlands Machthaber Wladimir Putin den deutschen Altkanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler zwischen der EU und Russland genannt. Dieser sei für ihn die bevorzugte Person. Aus Berlin hieß es, dass es sich nur um ein Scheinangebot handle und um eine hybride Strategie Russlands. Ein erster Test für die Glaubwürdigkeit, verhandeln zu wollen, wäre eine Verlängerung der Waffenruhe.

Am Montag werden die EU-Außenministerinnen und -außenminister in Brüssel zusammenkommen, um weitere Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Im Visier sind diesmal die russischen Verantwortlichen für die Deportation und Zwangsadoption ukrainischer Kinder. Mehr als 20 Organisationen und Personen sollen betroffen sein. Ihre Vermögenswerte werden laut den Plänen der EU eingefroren, zudem dürfen sie nicht mehr in die EU einreisen.

Gerhard Schröder
Gerhard Schröder(Bild: AFP/GREGOR FISCHER)

20.000 Kinder verschleppt, nur wenige zurück
Seit Kriegsbeginn wurden schätzungsweise 20.000 ukrainische Kinder nach Russland oder in besetzte Gebiete verschleppt. Viele bekamen eine andere Identität und Staatsbürgerschaft und wurden zur Adoption freigegeben. Trotz internationaler Bemühungen konnten bisher erst etwa 2100 Kinder zu ihren Familien zurückgebracht werden. Österreich wird in Brüssel von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) vertreten.

Kommende Woche könnte die EU die erste Tranche ihres kürzlich vereinbarten Kredits für die Ukraine in der Höhe von 90 Milliarden Euro auszahlen. „Ich hoffe, dass wir in der nächsten Woche die ersten Zahlungen auszahlen können“, sagte die EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos am Montag.

Weitere Themen des Treffens sind mögliche EU-Sanktionen gegen Israel aufgrund der illegalen Siedlungsaktivitäten im Westjordanland, die jüngsten Entwicklungen im Iran-Krieg und die Beziehungen der EU zu Kanada, Syrien und den Westbalkanstaaten.

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