Unternehmen insolvent

US-Obstbauern müssen 420.000 Bäume fällen

Wirtschaft
11.05.2026 10:07
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Insolvenz des US-Lebensmittelgiganten Del Monte Foods hat nicht nur zu massenhaften Entlassungen und der Schließung von zwei Werken geführt. Auch zahlreiche Obst- und Gemüsebauern haben ihre Verträge mit dem für Konservenhersteller verloren. Um eine Überproduktion zu vermeiden, müssen nun Landwirte in Kalifornien rund 420.000 Bäume roden!

138 Jahre lang war Del Monte Foods, der für Dosenobst, Gemüsekonserven, Tomatensoßen und Brühen bekannt ist, ein verlässlicher Partner für Landwirte, Händler und die eigenen Angestellten. Doch 2025 geriet das Traditionsunternehmen massiv in finanzielle Schwierigkeiten und meldete in den USA Insolvenz an. Das Unternehmen suchte gleichzeitig einen Käufer für große Teile seines Geschäfts. Die Genossenschaft Pacific Coast Producers konnte tatsächlich einen Teil der Produktion übernehmen – allerdings ist das bei Weitem nicht genug.

Vor allem für Zigtausende Tonnen Pfirsich konnten keine neuen Abnehmer gefunden werden. Laut der Lokalzeitung „Sacramento Bee“ drohen den Bauern Einnahmeausfälle von rund 550 Millionen Dollar (in etwa 468 Mio. Euro). Mit einem Hilfsprogramm will nun die US-Regierung Betroffene unterstützen. Das Landwirtschaftsministerium gibt neun Millionen Dollar (ca. 7,7 Mio. Euro) frei.

Platz schaffen für andere Pflanzensorten
Mit diesem Geld sollen bis zur nächsten Erntesaison rund 420.000 Pfirsichbäume der Sorte „Clingstone“ gefällt werden. Mit der Rodung von einer Fläche von rund Hektar soll Platz für andere Pflanzensorten geschaffen werden. Der Vorstoß wird von beiden Parlamentsparteien befürwortet.

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