Bei der 11. Kidical-Mass fahren heute 250 Radfahrer durch die gesperrte Innenstadt. Rad-Lobby schlägt wegen steigender Spritpreise Alarm: „Infrastruktur fehlt“.
Am Samstag wird in Klagenfurt für kurze Zeit ein Traum wahr: Statt Autoverkehr prägen Fahrradklingeln und Kinderlachen die Innenstadt. Gut 250 Radfahrer sind bei der 11. Kidical Mass dabei. „Sichere Radwege für Kinder und Familien“ lautet das Motto, das in bunten Farben auf Tafeln zu lesen ist.
Teile der Innenstadt und des Rings – sonst ein No-Go für Radfahrer – verwandeln sich dank Polizei in einen überdimensionalen Radweg. Eine bunte Parade aus Menschen auf Fahrrädern, E-Bikes, Kinder und Co. – begleitet von Seifenblasen, Musik und Transparenten – soll die Stadt mit Freude und Leben erfüllen.
Start beim Rathaus
Yasmin Stoderegger vom Organisationsteam: „Wir treffen uns ab 14 Uhr vor dem Rathaus, dort startet die Radparade um 14.30 Uhr. Gemeinsam fahren wir in kinderfreundlichem Tempo fünf Kilometer durch die Innenstadt und entlang des Rings. Die Parade führt bis zum Lendhafen, wo der Nachmittag ab 15 Uhr mit Eis, Kinder-Radparcours, Infostand, Kinderprogramm und Livemusik vom Duo ,Half/Half’ ausklingt.“ Während der Radparade ist in der gesamten Innenstadt daher mit Verzögerungen zu rechnen.
Bessere Radinfrastruktur nötig
Daniel Wuttej von der Radlobby Kärnten erklärt die Beweggründe der Parade: „Viele Familien möchten ihre Alltagswege zunehmend ohne Auto bewältigen. Angesichts steigender Spritpreise können oder wollen sich viele ein Zweit-Auto nicht mehr leisten. Auch wenn die Politik gerne das Gegenteil behauptet, es gibt immer noch nicht genügend sichere, durchgehende Radwege und verkehrsberuhigte Zonen.“
Wege zu Kindergärten, Schulen oder Freizeitanlagen seien oft durch fehlende Radwege und dichten Autoverkehr geprägt, was den Umstieg aufs Rad erschwere. „Auf der Straße aufgemalte Radstreifen sind für Kinder absolut unbrauchbar. Sicheres Radfahren ist für viele ein großes Anliegen.“
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