Die italienische Finanzpolizei hat ein mutmaßliches Goldschmuggel-Netzwerk zwischen Italien und Österreich aufgedeckt. Zwei Verdächtige wurden festgenommen, Millionenwerte an Gold, Bargeld und Vermögen sichergestellt.
Die italienische Finanzpolizei hat zwei Männer aus der Provinz Vicenza wegen des Verdachts auf grenzüberschreitende Geldwäsche festgenommen. Konkret geht es dabei um einen mutmaßlichen illegalen Goldhandel zwischen Italien und Österreich. Laut Behörden wurden sechs Kilogramm Gold sowie mehr als eine Million Euro Bargeld beschlagnahmt. Zusätzlich stellten die Ermittler Immobilien, Fahrzeuge und Bankkonten im Gesamtwert von rund 1,3 Millionen Euro sicher.
Die Ermittlungen begannen nach einer Verkehrskontrolle im Mai 2025, bei der bei einem österreichischen Staatsbürger mit türkischen Wurzeln mehr als 660.000 Euro Bargeld in einem Auto entdeckt wurden.
Im Zuge der Untersuchungen deckten die Behörden laut eigenen Angaben ein organisiertes System für den Transport von hochreinem 24-Karat-Gold von Italien nach Österreich auf. Die Transporte seien über das Autobahnnetz abgewickelt worden – mit Übergaben in der Nähe von Ausfahrten der Brennerautobahn A22 unweit der österreichischen Grenze oder direkt in Österreich. Den Ermittlern zufolge fanden die Transporte wöchentlich statt, wobei pro Fahrt zwischen drei und fünf Kilogramm Gold gehandelt worden sein sollen.
Für die Kommunikation sollen verschlüsselte Messenger-Dienste mit automatischer Löschfunktion verwendet worden sein, um Ermittlungen zu erschweren.
Die beschlagnahmten Goldbarren verfügten laut Finanzpolizei über keine Dokumentation, Kennzeichnungen oder Markenzeichen einer Schmelzerei. Dadurch hätten sie leichter in illegale Schmelz- und Verarbeitungskreisläufe eingeschleust werden können, ohne dass die Herkunft des Rohmaterials nachvollziehbar gewesen wäre.
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