Jesse Marsch, ehemaliger Trainer von Red Bull Salzburg und aktueller Teamchef von Kanadas Fußball-Herren, hat Tottenham-Coach Roberto De Zerbi heftig kritisiert. Im Fokus: Der Umgang des Italieners mit Marsch-Schützling Ismael Kone.
Kanada-Nationalspieler Kone wechselte im Sommer 2024 nach Marseille und traf dort auf De Zerbi. „Es war nicht einfach für ihn, mit De Zerbi in Marseille. De Zerbi war ein richtiges Arschloch zu ihm, aber er blieb stark“, erklärt Marsch im Podcast „Call it What You Want“ bei CBS.
Das Verhältnis zwischen De Zerbi und dem Mittelfeldspieler sei nach einer Meinungsverschiedenheit im Training zerstört gewesen. Der Italiener habe Kone schließlich mitgeteilt, dass er unter ihm keine Zukunft im Klub habe. Am Ende wechselte der Kanadier zu Sassuolo in die Serie A. De Zerbi wurde kurze Zeit später bei Marseille entlassen und ist mittlerweile Trainer bei Tottenham, wo er den Klub vor dem Abstieg retten soll.
Kone entwickelte sich stark
Anders als Trainer-Kollege De Zerbi habe Marsch das Talent von Kone gleich erkannt. „Als ich das Traineramt in Kanada übernahm, hielt ich Ismaël für einen ungeschliffenen, aber hochtalentierten Spieler.“ Die Entwicklung, die der mittlerweile 23-Jährige bei Sassuolo und im Nationalteam gemacht hatte, sieht sein Teamchef als Bestätigung.
In dieser Saison stand Kone in 32 von 33 Spielen in der Serie A in der Startelf. „Er hat eine unglaublich wichtige Rolle und spielte eine hervorragende Saison. Man muss sich nur ansehen, welche Fortschritte er trotz der Schwierigkeiten gemacht hat“, schwärmt Marsch und legt nochmal gegen De Zerbi nach: „Er fand ein neues Umfeld, und seht ihn euch heute an, wie er aufblüht. Ich wiederhole: De Zerbi hat sich ihm gegenüber wie ein richtiges Arschloch verhalten.“
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