Die geplante Rettung des Mediashops in Neunkirchen (Niederösterreich) nimmt schön langsam konkrete Formen an. Die „Krone“ hat mit Patrick Schenner, jenem Manager, der mit einer Investorengruppe das Unternehmen retten will, über die weiteren Pläne gesprochen.
Kurz zur Erinnerung: der Teleshopping-Sender mit Sitz in Neunkirchen schlitterte im März des Jahres in die Insolvenz, 162 Beschäftigte verloren ihren Job. Eine Investorengruppe rund um den 49-jährigen österreichischen Manager und Juristen Patrick Schenner führt das Unternehmen seit Mitte April kommissarisch, also vorübergehend, weiter.
„Und es sieht gut aus“, so Schenner im Gespräch mit der „Krone“. Gestartet wurde mit 22 Mitarbeitern. „Jetzt sind wir bereits wieder auf fast 40“, so Schenner – Tendenz steigend. „Das Kerngeschäft ist robust. Trotz Insolvenz kamen weiterhin Umsätze herein und Pakete wurden verschickt.“
Jetzt geht es vor allem darum, das Geschäftssystem zu erneuern und in die digitale Infrastruktur zu investieren. Vor der Insolvenz war Mediashop auf 172 Fernsehkanälen zu sehen, danach wurde er auf 20 reduziert. „Mit 1. Juni sind wir aber wieder auf rund 90 Kanälen vertreten“, freut sich Schenner.
Zur Höhe der Investitionen wollte er sich noch nicht äußern. Klar sei jedoch: „Ziel ist ein langfristig erfolgreiches Unternehmen“.
Mit 1. Juni sind wir wieder auf rund 90 Kanälen vertreten.
Patrick Schenner, „Mediashop-Retter“
Ob Standort Neunkirchen bleibt, ist ungewiss
Offen ist weiterhin die Standortfrage, denn das Gebäude in Neunkirchen ist nicht Teil der Übernahme. Ein Verbleib gilt derzeit als eher unwahrscheinlich, wahrscheinlicher sei ein Standort südlich von Wien. Langfristig wolle man wieder Mitarbeiter aufbauen, jedoch nicht mehr in der früheren Größenordnung.
Wer sind die Investoren? Wer ist Patrick Schenner?
Wer genau sind die österreichischen Investoren hinter Patrick Schenner? „Das werden wir bekannt geben, wenn alles unter Dach und Fach ist“, so Schenner. Nur so viel: „Es sind alles erfahrene und hochseriöse Unternehmen, die nicht auf Spekulationen aus sind“. Schenner selbst blickt auf jahrzehntelange Erfahrung als Manager und Geschäftsführer, unter anderem bei ImmobilienScout24, zurück und sammelte Erfahrungen in der Schweiz, wo er als Bereichsleiter der Swiss Marketplace Group tätig war.
Aktuell fehlt noch die endgültige Zustimmung des Insolvenzgerichts. Zustimmung von Gläubigerausschuss und Masseverwalter liege aber bereits vor.
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