Ursache wurde geklärt

Gasexplosion: „Leute durch die Luft geschleudert“

Steiermark
07.05.2026 17:46

Am Mittwoch ging ein Lagercontainer auf einem Firmenareal in Leoben (Steiermark) in die Luft. Dabei wurden sechs Arbeiter verletzt – zwei von ihnen schweben noch immer in Lebensgefahr. Mittlerweile konnten die Kriminalisten klären, wie es zu dem folgenschweren Unfall kam.

Eine heftige Explosion führte am Mittwochnachmittag zu einem großen Einsatz in Leoben. Auf dem dortigen Firmenareal waren gerade mehrere Männer damit beschäftigt, Baumaterialien und Arbeitsmaschinen wegzuräumen, als sie von der gewaltigen Wucht überrascht wurden. Bisher war jedoch unklar, was zu dem Unglück mit sechs Verletzten geführt hatte.

Am Donnerstag brachten Ermittler des Landeskriminalamts Licht ins Dunkel: Eine undichte Gasflasche dürfte der Auslöser gewesen sein. „In einem Lagercontainer dürfte es zu einem unkontrollierten Austritt von Flüssiggas gekommen sein“, heißt es. „Eine bislang noch nicht vollends geklärte externe Zündquelle dürfte schließlich zur Umsetzung des Gas-Luftgemisches geführt haben.“ Sowohl ein technischer Defekt als auch Vorsatz können zum jetzigen Ermittlungsstand ausgeschlossen werden. Die Kriminalisten gehen von einer fahrlässigen Handlung aus.

Gleich drei Rettungshubschrauber rückten nach Leoben aus.
Gleich drei Rettungshubschrauber rückten nach Leoben aus.(Bild: Feuerwehr Leoben Stadt)

Die Szenen, die sich im Anschluss an die Explosion abspielten, dürften grausam gewesen sein: „Bei unserem Eintreffen war die Lage sehr wirr. Mitarbeiter, teils verletzt, sind im Schock am Gelände herumgelaufen“, schildert Patrick Mang, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Leoben-Göss. „Das Schadensbild war enorm. Die Leute hat es regelrecht durch die Luft geschleudert, gegen Container und Fahrzeuge“, sagt Polizei-Sprecher Markus Lamb. Die Explosion forderte mehrere Verletzte.

Zwei Männer in Lebensgefahr
Besonders schwer dürfte es laut Polizei einen 58-Jährigen aus Wels (OÖ) sowie zwei Männer im Alter von 53 und 56 Jahren aus dem Bezirk Leoben erwischt haben. Zwei von ihnen erlitten lebensbedrohliche Verletzungen, auch der dritte Kollege trug schwerste Verletzungen davon. Die drei Männer wurden mit Rettungshubschraubern zum LKH Graz bzw. AKH Wien geflogen und liegen dort auf Intensivstationen.

Ein weiterer Arbeiter (53) aus dem Bezirk Leoben sowie ein Murtaler (33) wurden schwer verletzt. Zudem zog sich ein 47-jähriger Arbeiter eine leichte Handverletzung zu, als er seinen Kollegen Erste Hilfe leistete. Der Container und mehrere Firmenfahrzeuge wurden durch herumfliegende Trümmer beschädigt. Neben der Polizei und dem Rotem Kreuz standen auch 36 Feuerwehrleute im Einsatz, die das Gelände absicherten und Gasmessungen durchführten.

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