„Absolut hilflos“
Demenzkranker ließ blinde Ehefrau im Auto zurück
Ein Vermisstenfall in Deutschland sorgt für große Besorgnis: Eine 91-jährige, nahezu erblindete und schwer demenzkranke Frau wird seit Tagen gesucht. Die Polizei befürchtet, dass sie sich weiterhin in einem abgestellten Fahrzeug befinden könnte – möglicherweise in einem Waldgebiet rund um Berlin. Die Ermittler sprechen von einer „absolut hilflosen Lage“ und bitten dringend um Hinweise aus der Bevölkerung.
Die Spur der Frau führt über mehrere Bundesländer hinweg – zuletzt wurde sie gemeinsam mit ihrem Ehemann in Lübeck gesehen. Danach verliert sich ihre Spur im Raum Brandenburg.
Frau noch auf Videoaufnahmen gesichtet – sie war im Auto!
Wie die Polizei Berlin mitteilte, wird die 91-jährige Ursula Erna Martha Obigt seit Dienstag vermisst. Nach bisherigen Ermittlungen war sie gemeinsam mit ihrem Ehemann in einem grauen MG ZS mit dem Kennzeichen B-HT 1268 unterwegs. Beide wurden zuletzt am 5. Mai um 18.18 Uhr in Lübeck in einem Mauttunnel auf Videoaufnahmen erfasst – die Frau saß dabei auf dem Beifahrersitz.
Ehemann ohne Fahrzeug aufgefunden
Am 7. Mai wurde der Ehemann laut Polizei allein und in hilflosem Zustand im Bereich Kremmen im Land Brandenburg gefunden. Das Fahrzeug fehlte. Aufgrund einer starken Demenzerkrankung konnte er den Ermittlern zufolge keine Angaben machen, wo er den Wagen zurückgelassen hatte. Er gab lediglich an, er habe sich festgefahren, sei ausgestiegen, um Hilfe zu holen und habe seine Frau im Auto zurückgelassen.
Hier wurden die letzten Aufnahmen der Vermissten gemacht:
Großangelegte Suchmaßnahmen der Brandenburger Polizei, unterstützt durch den Einsatz eines Polizeihubschraubers, blieben bislang erfolglos, wie die Polizei Berlin weiter mitteilt. Der Aufenthaltsort des Fahrzeugs ist weiterhin unbekannt.
Frau kann nicht gehen, ist hochgradig dement
Die Polizei beschreibt die Vermisste als etwa 160 Zentimeter groß, mit kräftiger Statur und grauen Haaren. Angaben zur Kleidung liegen nicht vor. Besonders alarmierend ist ihr Gesundheitszustand: Die Frau ist laut Polizei nicht gehfähig, auf einen Rollstuhl angewiesen, hochgradig dement und nahezu erblindet. Es müsse davon ausgegangen werden, dass sie sich weiterhin im Fahrzeug befinde und sich in einer „absolut hilflosen Lage“ befinde.
Polizei bittet um Hilfe!
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei der Direktion 2 in der Charlottenburger Chaussee 75 in 13597 Berlin-Spandau unter der Rufnummer (030) 4664-271100 oder per E-Mail an dir2k34@polizei.berlin.de entgegen. Sie können Hinweise auch an jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache der Polizei Berlin geben. Sollte sofortiges polizeiliches Handeln erforderlich sein, wählen Sie bitte den polizeilichen Notruf unter der Telefonnummer 110.
Auto könnte in schwer zugänglichem Gebiet sein
Nach Angaben der Ermittler könnte das Fahrzeug in Waldgebieten oder schwer einsehbaren Bereichen im Raum Kremmen, Amalienfelde, Orion, Staffelde oder angrenzenden Regionen abgestellt worden sein. Genau dort konzentrieren sich die aktuellen Suchmaßnahmen.
Die Polizei richtet erneut einen dringenden Appell an die Bevölkerung: Wer Hinweise zum Aufenthaltsort der Vermissten oder des Fahrzeugs geben kann, wer die Frau seit dem 5. Mai gesehen hat oder Angaben zum Verbleib des grauen MG ZS machen kann, wird gebeten, sich zu melden.








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