Die AK-Spitze warnte bei der Vollversammlung am Donnerstag in Feldkirch vor sozialem Rückschritt, Wohnungsnot und Druck auf Beschäftigte. An die Politik wurde eine ganze Reihe an Forderungen gerichtet.
Diese Vollversammlung ist ein deutliches Signal gegen eine Politik, die schon wieder die Falschen entlastet.“ Mit scharfen Worten kritisierte AK-Präsident Bernhard Heinzle am Donnerstag die politische Schwerpunktsetzung in Land und Bund. Während Arbeitnehmer „dieses Land am Laufen halten“, würden sie bei Wohnen, Ausbildung und sozialer Sicherheit zunehmend unter Druck geraten. Besonders alarmierend sei der Rückgang der Lehrlingszahlen und die sinkende Qualität der Ausbildung. Heinzle forderte deshalb einen Ausbildungsfonds und einheitliche Qualitätsstandards. Zudem zeige eine aktuelle WIFO-Studie, dass die Wohnbauförderung an der Mittelschicht vorbeigehe. Gleichzeitig hinke Vorarlberg beim gemeinnützigen Wohnbau hinterher. „Die fleißigen Arbeitnehmer verlieren den Zugang zum Wohnungsmarkt.“
AK-Vizepräsidentin Manuela Auer kritisierte, dass Krisen stets auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen würden, während Superreiche und Banken profitierten. Besonders besorgt zeigte sie sich über den geplanten Umbau im Sozial-, Pflege- und Gesundheitsbereich in Vorarlberg. „Statt Ausbau droht ein Rückbau – mit gravierenden Folgen für Beschäftigte, Familien und Hilfesuchende.“ Unterdessen präsentierte AK-Direktor Andreas Lampert letztmals den Geschäftsbericht. Nach 44 Jahren im Dienste der AK geht er in Rente. Ihm folgt im Herbst Manuel Ganahl nach. Auch Konsumentenschützerin Karin Hinteregger wurde in den Ruhestand verabschiedet.
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