Bei den Spritpreisen in Österreich hat es nur kurze Senkungen gegeben. Für einen Liter Diesel wurden im April durchschnittlich 2,009 Euro verlangt, für Super 1,719 Euro. Mitte April waren die Preise auf knapp unter 1,9 Euro bei Diesel und 1,7 bei Super gefallen.
Inzwischen kletterten die Preise wieder auf 2,034 Euro bei Diesel und 1,854 Euro bei Super (Stand: 5. Mai). Der Krieg im Nahen Osten sorgte auch im April für deutlich höhere Preise als ein Jahr zuvor, teilte der ÖAMTC am Mittwoch in einer Aussendung mit. Zu Senkungen sei es nur kurz gekommen.
Mit einer nachhaltigen Entlastung bei den Spritpreisen sei grundsätzlich nicht zu rechnen, teilte der Automobilklub weiter mit. Schließlich wurde die Spritpreisbremse von zehn auf sieben Cent netto pro Liter reduziert. Ab Mitte Mai wird sie nur mehr bei 4,5 Cent liegen. Damit liegt die Steuerbelastung bei Diesel in Österreich deutlich über den Nachbarländern Deutschland und Italien. In Deutschland wurden die Steuern um 14 Cent netto je Liter gesenkt, in Italien um 20 Cent.
So haben sich die Spritpreise seit Februar 2026 entwickelt:
Prüfung internationaler Preisnotierungen
Der ÖAMTC hat sich erneut für eine Reduktion der Steuern und Abgaben ausgesprochen. „Eine Gegenfinanzierung wäre neben den Umsatzsteuer-Mehreinnahmen über eine europäische Übergewinnsteuer, wie sie auch von Finanzminister Marterbauer gefordert wurde, möglich. Eine solche Steuer basiert auf einer soliden rechtlichen Grundlage und wurde bereits in der Vergangenheit angewandt“, heißt es in einer Aussendung. Sie würde tatsächlich die Mineralölkonzerne, nicht indirekt kleine Tankstellen betreffen.
Zudem sollten die internationalen Preisnotierungen für Diesel und Super geprüft und stärker reglementiert werden. Man habe sich diesbezüglich bereits an die Europäische Kommission gewandt, teilte der Automobilklub mit. Auch die österreichische Bundesregierung sollte entsprechende Schritte setzen und damit „mehr Transparenz und Fairness bei der Preisbildung“ schaffen.
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