Opfer notoperiert

Stmk: 43-Jähriger sticht auf Mutter mit Messer ein

Österreich
24.07.2014 16:35
Eine 67-jährige Steirerin ist am Mittwochabend im Bezirk Graz-Umgebung von ihrem im Rollstuhl sitzenden Sohn mit einem Messer schwer verletzt worden. Die Frau konnte noch selbst die Polizei verständigen. Der Verdächtige wurde kurze Zeit später festgenommen und anschließend in die Sigmund-Freud-Nervenklinik gebracht.

Der 43-Jährige stach der Frau in der Wohnung in Wundschuh mit einem Messer in die linke Hüfte und verletzte sie dabei schwer. Die Frau erstattete noch telefonisch Anzeige, dann wurde sie mit dem Rettungshubschrauber ins LKH Graz gebracht. Dort musste sie notoperiert werden. Der Sohn wurde kurze Zeit später in der Nähe des Tatorts festgenommen.

Laut Hansjörg Bacher, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, konnten sowohl die Mutter als auch ihr Sohn am Donnerstag vernommen werden. Laut dem Opfer soll es keinen Auslöser für den Messerstich gegeben haben. Die Hintergründe seien aber noch offen, so Bacher.

43-Jähriger war "generell mit Situation unzufrieden"
Der 43-Jährige sitzt aufgrund einer Querschnittlähmung im Rollstuhl, soll aber ansonsten geistig gesund sein. Vor der Polizei habe er geäußert, generell mit der Situation unzufrieden gewesen zu sein. Warum er diesen Missstand auf seine Mutter projiziert hatte, sei ebenso noch unklar.

Ein medizinisches Gutachten wurde in Auftrag gegeben, um zu prüfen, ob die Stichverletzung lebensgefährlich war. Indes wurde der 43-Jährige in die Sigmund-Freud-Nervenklinik eingeliefert. Er dürfte psychische Probleme haben, die beobachtet werden müssen. Er kam in die geschlossene Abteilung.

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