Lernschwierigkeiten und Konzentrationsschwächen plagen kleine und große Menschen, Schüler und Erwachsene. Sie stehen am heurigen Lotterientag im kärnten museum in Klagenfurt im Mittelpunkt: beim inklusiven Programm am 8. Mai. Und bald auch bei TiM: Tandem im Museum.
Formähnliche Buchstaben verwechseln, dadurch in der Schule von den anderen ausgelacht werden und auch als Erwachsener lieber vortäuschen, die Brille vergessen zu haben, um nicht selbst etwas ausfüllen zu müssen: Legasthenie haben etwa zehn Prozent der Österreicher. Viele weitere Lernschwierigkeiten und auch Konzentrationsschwächen plagen die Menschen. Für sie werden am heurigen Lotterientag im kärnten museum spannende Mitmach-Stationen aufgebaut. Der Eintritt ist dabei frei für alle bis 18 Jahre, für alle mit Behinderung und alle mit Vorweis eines Lotterienproduktes, einer Quittung, eines Loses.
Spannende Stationen, die themenbezogenes Wissen vermitteln und Barrieren sowie alltägliche Probleme aufzeigen, werden aufgebaut.
Sandra Rutter, Kulturvermittlung im kärnten museum/ Inklusion/ Organisation Lotterientag
Band der Freundschaft und Anti-Mobbing-Werkstatt – in Einfacher Sprache
Ein Band der Freundschaft knüpfen und seine eigenen Stärken erkennen ist ebenso ein wichtiger Programmpunkt wie die Anti-Mobbing-Werkstatt bei der Schauspielerin und psychologischen Beraterin Manuela Rader (9 bis 12.45 Uhr im Obergeschoß). Wie man durch Bewegung lernt, vermittelt Verena Krakolinig. Auf der Terrasse wird ein Teambuilding-Spiel angeboten. Der Verein Ohrenschmaus lädt zur Schreibwerkstatt zum Thema Arbeit (11.30 bis 13 Uhr und 14.30 bis 16 Uhr). Backstage hinter die Kulissen der Kunst blicken können Besucher am Freitag bei Führungen in Einfacher Sprache.
Lotterientag mit inklusivem Angebot im kärnten museum in Klagenfurt am Freitag, 8. Mai, von 9 bis 17 Uhr. Freier Eintritt für Menschen mit einer Behinderung und Schüler bis 18 – sowie für alle, die ein Lotterienprodukt, also eine Quittung von Lotto, Toto, EuroMillionen, Bingo oder Brief- und Rubbellose vorweisen können.
Infos und mögliche Anmeldung: sandra.rutter@kaernten.museum
Der Verein „Mensch zuerst“ präsentiert eine Fotoausstellung, Texte in Einfacher Sprache werden vorgetragen (Seminarraum im Hochparterre). Die Mitmach-Ausstellung „Mission Klimaschutz“ kann am Freitag bei Führungen in Einfacher Sprache erlebt werden (10 bis 11 Uhr und 13 bis 14 Uhr).
Fragen zur Leichten Sprache beantwortet autArk in der Säulenhalle, wo auch die Lebenshilfe kurze Übungen zur Einfachen Sprache im Unterschied zur Standard-Sprache anbietet.
Von 9 bis 14 Uhr steht eine Schulpsychologin für Beratungen zur Verfügung.
Tandem im Museum, kurz TiM, ist ein Freiwilligenprojekt, bei dem Museumsbegeisterte andere Menschen zu einem Museumsbesuch einladen. Insbesondere kontaktarme Menschen aus sozial schwachen Verhältnissen können somit Kultur erleben. TiM stärkt das Miteinander, fördert Begegnungen, verbindet Menschen aus unterschiedlichen Generationen und Kulturkreisen und macht Museen zu Orten der Begegnung. Dieses neue Projekt wird am Freitag im kärnten museum präsentiert.
Die FH Kärnten präsentiert Literaturzitate, die nicht nur zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Behinderung beitragen, sondern auch zu deren problematischer Normalisierung, die bestimmte Formen von Behinderung erneut stigmatisiert (14 bis 16 Uhr).
Für Spiel und Spaß und eine Pause vom Programm ist das Basement reserviert.
Einfache Sprache entspricht ungefähr unserer Alltags- oder Umgangssprache. Es sind flüssige Texte mit übersichtlichen Sätzen und gebräuchlichen Wörtern, denn sie sollen alle erreichen.
Leichte Sprache ist noch leichter verständlich. Beispielsweise soll jeder der kurzen Sätze lediglich eine Aussage enthalten. Der Konjunktiv wird vermieden. Statt des Konjunktivs wird eine Umschreibung mit „von“ verwendet: Das Programm des Lotterientages ist interessant – das Programm von dem Lotterientag ist interessant.
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