Postbus bringt österreichweit größtes Vorhaben in Kärnten auf die Straße. 35 Fahrzeuge werden ab Juni in Betrieb gehen. Betriebstankstelle in Villach ist entstanden.
Nach sechs Jahren wird im Juni öffentlichen Verkehr in Kärnten ein großer Schritt in Richtung Dekarbonisierung gemacht: 35 wasserstoffbetriebene Busse von ÖBB Postbus werden im Regionalverkehr im Unteren Drautal, rund um den Faaker See und Ossiacher See, im Gegendtal, Rosental und im Raum Wernberg unterwegs sein. „Das ist ein Projekt, das Zukunft hat“, so Landesrat Sebastian Schuschnig.
Mit dem gemeinsamen Projekt „DeCarB“ setze man das wohl ambitionierteste Mobilitätsprojekt in ganz Österreich und eines der fortschrittlichsten in ganz Europa um. „Wir haben mit diesem Projekt 28 Millionen Euro Fördermittel für Kärnten gesichert und sorgen damit für einen wirklichen Investitionsschub“, schildert Schuschnig.
Um die Mobilität zu garantieren wurde eine Wasserstoff-Tankstelle am Postbus-Standort in Villach eingerichtet. „Die Busse werden einmal pro Tag betankt. Das erfordert eine exakte Planung“, erklärt Christian Heschtera, Geschäftsführer Verkehrsverbund Kärnten.
Der Tankvorgang dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Der Wasserstoff wird in der Elektrolyseanlage der Kelag in Arnoldstein erzeugt. „Die Werkstätten und Hallen am Standort werden bis August für die Wasserstoffflotte ausgebaut“, verrät Postbus Vorstand Alfred Loidl.
Die Busse haben eine Reichweite von etwa 400 Kilometern und führen etwa 40 Kilo Wasserstoff mit sich. „Der Regionalverkehr in Kärnten hat durch enorme Steigungen und lange Reichweiten besondere Herausforderungen“, berichtet Pierre Dellori, Geschäftsleiter von MCV Deutschland, dem Hersteller Wasserstoffbusse.
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