18.01.2006 10:51 |

Minus 20 Grad

Dutzende Tote bei Kältewelle in Mexiko

Der Norden Mexikos wird derzeit von einer Kältewelle heimgesucht, bei der bisher 49 Menschen ums Leben gekommen sind. Wie der staatliche Zivilschutz weiter mitteilte, wurden in einigen Ortschaften des Wüstenstaates Chihuahua Temperaturen von bis zu minus 20 Grad gemessen; ganz im Gegensatz zu den mexikanischen Badeorten an der karibischen und pazifischen Küste, wo die Temperaturen derzeit täglich rund 30 Grad erreichen. Zahlreiche Menschen sind auch im europäischen Teil Russlands erfroren.

Die Kältewelle im Norden ist nach Angaben der mexikanischen Meteorologen die Folge einer Kaltluftverschiebung im Südwesten der Vereinigten Staaten. Die Kälte werde mindestens noch einen Tag anhalten, hieß es. Die meisten Menschen sind nach offiziellen Angaben allerdings nicht erfroren, sondern wegen unsachgemäßen Umgangs mit Brennstoffen an Rauchvergiftung gestorben oder erstickt.

Zahlreiche Tote in Russland
Die klirrende Kälte von 30 Grad Frost und mehr hat im europäischen Teil Russlands zahlreiche Todesopfer gefordert. Allein in der Stadt Wolgograd starben zehn Menschen, die meisten davon Obdachlose, an Unterkühlung, teilten die regionalen Behörden am Mittwoch mit. Bei der Stadt Nischny Nowgorod brach ein Kleinbus im dünnen Eis des Flusses Oka ein. Dabei kamen sechs Menschen ums Leben, während sich neun Passagiere retten konnten, wie russische Medien berichteten. In Moskau wurden über Nacht zwei Kältetote verzeichnet.

Ansonsten brachte die sibirische Kälte der russischen Hauptstadt Stromabschaltungen und Aussetzer im öffentlichen Nahverkehr. Nach dem Abschalten vieler Straßenlaternen und Leuchtreklamen bereiteten die Moskauer Behörden am zweiten Tag der Frostwelle Stromsperren für Baustellen, Märkte und Betriebe in der Zehn-Millionen-Metropole vor. Die Kälte ließ an vielen Stellen die Stromleitungen für Oberleitungsbusse reißen, mehrere elektrogetriebene Vorortzüge versagten den Dienst. 

Symbolbild