Keine guten Nachrichten gibt es zu Monatsbeginn vom AMS Vorarlberg: Die Zahl der Erwerbslosen ist gegenüber Vorjahr deutlich gestiegen (6,5 Prozent). Exakt 12.306 Menschen, davon 5784 Frauen und 6522 Männer, waren mit Monatsende auf Jobsuche. Die Aussichten sind ziemlich trüb.
Die Zahl der Arbeitssuchenden wird so schnell nicht sinken, im Gegenteil. „Die jüngsten Prognosen für Vorarlberg gehen im Jahresdurchschnitt von einem Anstieg der Arbeitslosigkeit aus“, meinte AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter. Zu Beginn des Jahres hatten die Zeichen auf eine langsame wirtschaftliche Erholung – und damit auch auf eine leicht sinkende Zahl bei den Erwerbslosen hingedeutet. „Die schwache wirtschaftliche Erholung wird sich aber vorerst nicht weiter beschleunigen“, analysierte Bereuter die Lage. Aufgrund ihrer starken Exportorientierung und des hohen Industrieanteils ist die Vorarlberger Wirtschaft derzeit besonders anfällig für die schwache globale Konjunktur und die hohen Energiepreise.
Was das Alter der Beschäftigungslosen angeht, ist besonders die Gruppe der über 50-Jährigen betroffen. Während die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen unter 24 Jahren mit einem Plus von 1,3 Prozent nur leicht zugenommen hat, stieg diese bei den Älteren mit einem Plus von 12,9 Prozent markant an.
Mit „Aktion 55+“ auf Infotour in den Betrieben
Auf diese schon länger anhaltende Tendenz haben die Verantwortlichen des AMS reagiert: Im Rahmen der „AMS Business Tour“ sind die Beraterinnen bei den Unternehmen vor Ort und informieren über aktuelle Dienstleistungs- und Förderangebote. In den ersten drei Tourwochen wurden bereits über 300 Unternehmen besucht und gezielt über die „Aktion 55+“ informiert. Unternehmen erhalten dabei eine attraktive Lohnkostenförderung, wenn sie erwerbslosen Menschen ab 55 Jahren eine Beschäftigung ermöglichen. „Gerade bei älteren Arbeitslosen ist eine rasche Integration in den Arbeitsmarkt entscheidend, um Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern“, betont der AMS-Landesgeschäftsführer.
Neben den älteren Arbeitslosen bleiben auch die niedrig Qualifizierten die Sorgenkinder der AMS-Mitarbeiter. Von den 12.306 Arbeitssuchenden konnten 5694 Personen (46,3 Prozent) als höchste abgeschlossene Ausbildung einen Pflichtschulabschluss vorweisen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.