Di, 19. Juni 2018

"Radikaler Wandel"

22.07.2014 14:47

Carlos Slim: "Drei Tage Arbeit pro Woche reichen"

Weil die Menschen seiner Ansicht nach viel zu viel arbeiten und deshalb nicht ausreichend Erholungsphasen während ihres Erwerbslebens haben, fordert der mexikanische Unternehmer Carlos Slim eine Drei-Tage-Woche. Der Mexikaner ist derzeit der zweitreichste Mann der Welt und seit Kurzem Mehrheitseigentümer der Telekom Austria. Slim tritt für einen "radikalen Wandel" in der Arbeitswelt ein, wie die "Financial Times" am Dienstag berichtete.

Sich bereits am Mittwoch ins Wochenende zu verabschieden, ist aber nur eine Seite der Münze. "Menschen müssten dann länger arbeiten, bis sie 70 oder 75 Jahre alt sind und auch täglich bis zu elf Stunden", erklärte der Telekomunikations-Tycoon am Rande einer Wirtschaftskonferenz in Paraguay. "Mit drei Arbeitstagen hätten wir mehr Zeit zu Entspannung, für Qualität im Leben."

Der 74-jährige Mexikaner glaubt, dass damit gesündere und produktivere Arbeitskräfte entstehen würden. Gleichzeitig würden die finanziellen Probleme gelöst, die mit einer langen Lebensdauer einhergehen. Dass er das durchaus ernst meint, beweist die Personalpolitik innerhalb seines Unternehmens, America Movil. Dort dürfen Angestellte, die vor ihrem 20. Lebensjahr für das Unternehmen zu arbeiten angefangen haben, bereits mit 50 in den Ruhestand gehen. Die Angestellten werden aber ermuntert, bei vollem Gehalt nur mehr vier Tage die Woche zu arbeiten.

Google-Chef: Weniger arbeiten, Arbeitsplätze teilen
Mit der Forderung nach mehr Freizeit steht Slim durchaus nicht alleine da. Auch Google-Chef Larry Page tritt für eine kürzere Arbeitswoche als Rezept gegen die Jugendarbeitslosigkeit ein. So könnten sich nämlich zwei Angestellte einen Arbeitsplatz teilen. "Die Annahme, dass jeder krampfhaft arbeiten muss, um seine eigenen Bedürfnisse erfüllen zu können, ist ein Irrtum", meinte Page Anfang Juli in einem Interview mit dem australischen Nachrichtensender ABC News.

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