Causa Goldenstein

Die Nonnen sind zurück – der Streit geht weiter

Salzburg
02.05.2026 17:00
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Die drei Augustiner-Chorfrauen aus dem Kloster Goldenstein in Salzburg sind am Freitagabend von ihrer kurzfristig angetretenen Romreise zurückgekehrt. Die Reise, die im Vorfeld von widersprüchlichen Informationen und Spannungen begleitet war, fand damit ihren Abschluss. 

In einer Pressemitteilung ihres Unterstützerkreises wurde die Wallfahrt als „ereignisreich“ und „glücklich“ beschrieben. Die Schwestern hätten in Rom herzliche Aufnahme gefunden und wären im Rahmen der Generalaudienz auch Papst Leo XIV. begegnet. Für die Frauen, die alle über 80 Jahre alt sind, sei damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen.

Zugleich wurden in der Aussendung Vorwürfe gegen Darstellungen aus dem Umfeld des Apostolischen Kommissars zurückgewiesen. Mehrere öffentliche Aussagen seien „unzutreffend“ gewesen, etwa hinsichtlich eines angeblichen Reiseverbots oder der Erreichbarkeit der Schwestern während ihres Aufenthalts. Der Unterstützerkreis betonte, man habe sich vor der Abreise über die rechtliche Situation rückversichert.

Erst in letzter Minute sei die Entscheidung gefallen, die Reise doch anzutreten. Laut Wirtenberger habe es keine ausdrückliche Untersagung gegeben; entsprechende Rückmeldungen habe man unter anderem auch aus dem Ordensdikasterium in Rom erhalten. Die kurzfristige Umsetzung – die Flüge für die Schwestern und ihr Pflegepersonal seien erst Stunden davor am Dienstag gebucht worden – habe allerdings dazu geführt, dass frühere öffentliche Absagen der Reise nicht mehr korrigiert werden konnten. 

Schwestern waren nicht erreichbar
Für Aufregung habe auch gesorgt, dass die Ordensfrauen während der Reise nur eingeschränkt telefonisch erreichbar waren, zumal ihre Mobiltelefone im Ausland nicht funktioniert hätten. Demnach sei es für sie nicht möglich gewesen, Anrufe entgegenzunehmen, sagte Wirtenberger. Etwaige Versuche ihrer Vorgesetzten, sie während ihres Aufenthalts in Rom zu kontaktieren, seien daher erfolglos geblieben. Allerdings wäre es sehr wohl möglich gewesen, die Helferinnen zu kontaktieren, so die Pressemitteilung.

Hintergrund ist ein seit Monaten andauernder Konflikt um den künftigen Verbleib der Schwestern im Kloster Goldenstein. Unterschiedliche Darstellungen über Zuständigkeiten, Entscheidungsprozesse und Einflussnahmen hatten zuletzt wiederholt für Irritationen gesorgt. Auch im Zusammenhang mit der Romreise gab es divergierende Einschätzungen seitens der zuständigen kirchlichen Vertreter und des Unterstützerkreises hinsichtlich des Ablaufes und der Voraussetzungen.

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