Nach Sturz

„Spital für daheim“ schließt Versorgungs-Lücke

Niederösterreich
01.05.2026 15:00

Mit einem neuen Modell der Notfallpflege will ein Arzt aus Langenzersdorf ältere Menschen vor dem Absturz bewahren. Gerade in den ersten Tagen nach einem Sturz sei es entscheiden, ob ein Mensch wieder auf die Beine kommt.

Ein Sturz, ein Schwächeanfall oder ein Krankenhausaufenthalt – und plötzlich ist für ältere Menschen nichts mehr wie zuvor. Was gestern noch selbstverständlich war, wird über Nacht zum Problem: aufstehen, gehen, sich waschen oder Essen zubereiten. Genau in den ersten kritischen Tagen nach der Entlassung aus dem Spital sieht Dr. Alexander Blaicher eine bisweilen lebensgefährliche Lücke im Pflegesystem. Denn zwischen Akutereignis und organisierter Langzeitpflege vergeht oft wertvolle Zeit. Angehörige stehen plötzlich unter Druck, während Pflegebedarf erst erhoben, Einstufungen organisiert und Kapazitäten geplant werden müssen. Tage oder sogar Wochen können vergehen

Für hochbetagte Patienten kann das dramatische Folgen haben. Wer Schmerzen hat, zu schwach ist oder unter Flüssigkeitsmangel leidet, kann nicht mobilisiert werden. Und wer liegen bleibt, baut rasch ab – und das oft unwiderruflich.

Nicht nur „bloße Betreuung“ 
Genau hier setzt das Modell der „Notfallpflege“ an. Statt bloßer Betreuung soll es unmittelbar nach dem Akutereignis hochqualifizierte medizinische Hilfe zu einem leistbaren Preis geben: diplomierte Pflegekräfte für Infusionen, Blutabnahmen, Medikamentenanpassungen und gezielte Mobilisierung – rund um die Uhr verfügbar. „In diesen ersten Tagen entscheidet sich oft, ob ein älterer Mensch wieder auf die Beine kommt – oder dauerhaft pflegebedürftig bleibt“, warnt der erfahrene Anästhesist.

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