Mit einem Kinofilm steht Michael Jackson derzeit wieder im Rampenlicht. In Mistelbach im Weinviertel lebt er seit 2013 schon als Skulptur weiter.
Der echte Michael Jackson war wohl nie in Mistelbach im Weinviertel zu Besuch. Wobei er nicht weit entfernt gewesen wäre. Viermal gab der „King of Pop“ ein Konzert in Wien. Seinen ersten Auftritt hatte er 1988 im Praterstadion. Wie erfolgreich er als Künstler war, bringt der neue Kinofilm „Michael“ in Erinnerung, der gerade weltweit die Kino-Kassen füllt.
Nach seinem Tod 2009 trauerten weltweit Milliarden um den Popstar. So auch die Mistelbacher Künstlerin Martina Kainz. Sie zeichnete ein Bild, verfasste sogar ein Buch über ihr Idol. Über die Kunst traf sie viele andere Michael-Fans, die nach seinem Tod gerne ein Denkmal gestalten wollten. Doch in vielen europäischen Städten verneinte das Denkmalamt einen Bau. Aus Neugier, ob das in Österreich auch so schwierig sei, fragte die gebürtige Slowakin in ihrer Heimatgemeinde nach.
10.000 Euro für steiernen „Michael“
„Es gibt so viele Denkmäler, die aufgestellt worden sind für so viele verschiedene Leute“, sagt sie. Und siehe da: Es ging ganz leicht. Der damalige Bürgermeister Alfred Pohl sagte unter der Bedingung zu, dass die Initiatoren selbst bezahlen.
„Um die 10.000 Euro hat alles gekostet“, so Kainz. Es wurde ein Spendenkonto eingerichtet, auf das zahlreiche Fans sehr schnell den nötigen Betrag einzahlten. Heute schaut die Skultpur-Schöpferin regelmäßig bei „Michael“ vorbei, um aufzuräumen. Immer wieder stellen Menschen auch Kerzen oder Rosen hin.
Vandalismus bleibt ein Problem
Der „versteinerte Weinviertel-Michael“ sorgte damals für großen Medienrummel, erinnert sich auch der heutige Bürgermeister Erich Stubenvoll. Aufgrund der Missbrauchsvorwürfe gegen den echten Michael Jackson hagelt es bis heute Kritik.
Auch der neue Film wird in Medienberichten als „zu lobend“ eingeschätzt. Auf die Vorwürfe, die auch vor Gericht verhandelt wurden, geht das Biopic gar nicht ein. In Mistelbach wird das immer wieder mit Vandalismus an der Statue ausgelassen, auch schon bevor sie aufgestellt wurde. Dennoch: 2013 war es schließlich soweit: Die Skulptur wurde enthüllt. Dagegen stimmten in der Gemeinde eine Bürgerliste und die FPÖ.
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