Die neue Gruselserie „Widow‘s Bay“ auf AppleTV+ ist vor allem eines: wirklich lustig. Erfrischend im Streaming-Sumpf der immergleichen Dramen sticht sie hervor – lesen Sie hier die „Krone“-Kritik.
Alle großen Streamingdienste kennen die Rezepte für erfolgreiche Serien, sei es Thriller, Dramen oder Komödien, ganz genau. Das hat nur einen Haken: Das Publikum kennt diese Rezepte mittlerweile genauso gut. Und so passiert es mittlerweile oft genug, dass die Zuschauer vorm Fernseher sitzen und schon bei der zweiten Folge wissen, wie alles ausgeht. Wer der Mörder ist. Wer sich in wen verliebt. Wer ein dunkles Geheimnis hat.
Umso erfrischender, wenn wieder einmal eine Produktion startet, die ganz und gar unvorhersehbar ist. Und das fängt bei der neuen Serie „Widow’s Bay“ auf AppleTV+ schon mit dem Genre an: Horror, Drama, Komödie? Alles! Hauptdarsteller Matthew Rhys (zeigte zuletzt in der Thrillerserie „The Beast In Me“ an der Seite von Claire Danes auf) steht darin als Bürgermeister einer kleinen, aber schrägen Gemeinde auf einer Insel in Neuengland vor. Dort wimmelt es von abergläubischen Einheimischen und wilden Geistergeschichten, die der „zugereiste“ Ortschef nicht glauben will – er will die Insel lieber zu einem Touristenmagneten machen. Freilich wird sein Plan durchkreuzt, als die Insel ihn auf mystische Weise ihre Wut spüren lässt
Grausige Horror-Szenen treffen in dieser Serie krachend auf aberwitzigen Humor und Charaktere, die schon zum Schreien sind, bevor sie überhaupt das erste Mal zu Wort kommen. Rhys zuzusehen, wie er seinen Charakter Tom Loftis Tag für Tag ein bisschen näher an den Nervenzusammenbruch bringt, ist einfach köstlich. Nicht weniger unterhaltsam sind etwa Kate O’Flynn als Patricia oder Stephen Root als Wyck.
Und wenn in den späteren Folgen dann auch noch einige unerwartete Twists dazukommen, freut sich das von vorhersehbaren Krimiserien geplagte Streaming-Herz noch mehr. Checken Sie ein in eines der gruseligen Hotelzimmer in Widow’s Bay, es lohnt sich!
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