Nach einem schweren Schicksalsschlag beginnt für Charlize Theron, in einem perfiden Katz-und-Maus-Spiel durch die australische Wildnis, der erbitterte Kampf ums Überleben.
Mit „Apex“ erfindet Baltasar Kormákur das Rad nicht neu, zeigt aber, wie man es mit Kreativität bewegen kann. Bereits mit der ersten Szene will der Regisseur unmissverständlich klarmachen, wo der sprichwörtliche Barthel den Most herholt. Wenn Sasha (Charlize Theron) frühmorgens ihren Kopf aus dem Zelt steckt, in dem sie mit Partner Tommy (Eric Bana) übernachtet hat, presst sich uns Zusehern sofort der Schweiß aus der Handfläche. Es handelt sich nämlich um ein Hängezelt, das ganz legere von der norwegischen Trollwand – der mit über 1000 Metern vertikalem Fall höchsten Steilwand Europas – baumelt. Die Nachricht ist angekommen: Mit dieser Frau ist nicht zu spaßen. Unlustig wird auch der weitere Aufstieg – zumindest für Tommy, der es nicht bis zum Gipfel schafft.
Fünf Monate später ist Sascha alleine mit Trauer und einem Kajak ausgestattet in Tommys australischer Heimat unterwegs. Als sie sich mit Proviant ausstattet, lernt sie den vermeintlich freundlichen Einheimischen Ben (Taron Egerton) kennen, dem sie später im Nationalpark begegnen wird. Dort gibt Ben Sasha gütigerweise nicht nur etwas zu Essen, sondern auch einen kleinen Vorsprung, bevor er sie mit einer Armbrust durch die Wildnis jagt. Lasset die Spiele beginnen...
Actionthriller der alten Schule
Roh und kompromisslos formt Theron ihre Protagonistin, die mit Egerton einen schauspielerisch wie auch körperlich ebenbürtigen Bösewicht ausfasst. Das Ergebnis ist ein spannendes und treibendes Katz-und-Maus-Spiel auf knackigen 95 Minuten, in dem die Oberhand ständig wechselt. Mit „Apex“ hat Kormákur einen Actionthriller der alten Schule, wie es etwa „Cliffhanger“ 1993 vorgezeigt hat, in die Gegenwart geholt. Er erfindet das Rad eben nicht neu und das braucht er auch nicht, so lange er es – Theron und Egerton sei Dank – meisterhaft bergauf und flussabwärts bewegt.
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