Contra Vogelgrippe

Weltweite Maßnahmen gegen die Vogelgrippe

Ausland
17.01.2006 15:44
Das Schweizer Pharma-Unternehmen Roche hat der Weltgesundheitsorganisation weitere Bestände seines Grippemittels Tamiflu zur Verfügung gestellt. Auf der internationalen Konferenz zum Kampf gegen die Ausbreitung der Geflügelseuche in Peking versprach das Unternehmen, für weitere zwei Millionen Behandlungen Tamiflu zu spenden. Unterdessen wächst in anderen Staaten die Panik vor Epidemien: In den arabischen Emiraten werden bereits Tauben erschossen, aus Angst sie könnten das gefährliche Virus einschleppen.

Mit allen Roche-Spenden zusammengerechnet, kann die WHO das Grippemittel für mehr als fünf Millionen Patienten bereithalten. Experten fürchten eine Veränderung des Vogelgrippevirus, durch die es leicht von Mensch zu Mensch übertragbar werden könnte. 

Gemeinsam gegen die Bedrohung
Auf einer zweitägigen Konferenz wollen die Vereinten Nationen Finanzzusagen in Höhe von mindestens 1,1 Milliarden Euro zusammenbringen, um weniger entwickelte Länder im Kampf gegen die Geflügelseuche zu unterstützen. Die Konferenz wird gemeinsam von der chinesischen Regierung, der Weltbank und der Europäischen Union organisiert.

Dubai plant Tauben zu töten
Aus Furcht vor der Vogelgrippe haben die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten zahlreiche Tauben eingefangen und getötet. Die Zeitung "Gulf News" zitierte einen Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Dubai mit den Worten: "Wir arbeiten an Plänen, um ihre Zahl in der Stadt zu reduzieren." Zum Teil würden die Tauben auch in Käfige gesperrt und mit Medikamenten "in ihrer Mobilität eingeschränkt". Das Vogelgrippe-Virus ist in den arabischen Staaten bislang nicht aufgetaucht.

Ägypter verweigern Geflügel
Die ägyptische Regierung war in den vergangenen Tagen Gerüchten entgegengetreten, wonach das Virus in Ägypten festgestellt worden sein soll. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums ist der Geflügelkonsum in den vergangenen Wochen in Ägypten um 60 Prozent zurückgegangen.

21 infizierte türkische Kinder
In der Türkei ist ein weiteres Kind an dem gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5N1 erkrankt. Damit steigt die Zahl der in dem Land mit der Tierseuche infizierten Menschen auf 21. Das Kind stammt - wie die vier an der Vogelgrippe gestorbenen Kinder - aus Dogubeyazit nahe der Grenze zum Iran.

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