Heilbar

Salzburger Landeskliniken bieten Tinnitus-OP an

Salzburg
27.04.2026 08:00
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Die nervenzehrenden Geräusche im Ohr plagen immer mehr Menschen. Doch zumindest für einige Betroffene gibt es jetzt Hoffnung – dank einer völlig neuen Operationsmethode. 

Es ist ein schier unaufhörliches und nervenzehrendes Rauschen, Brummen oder Pfeifen! Knapp jeder zehnte Mensch leidet an Tinnitus – nimmt also Geräusche im Ohr wahr, die nur er alleine hört. Tinnitus gilt eigentlich als unheilbar.

Hoffnung gibt es allerdings für Menschen mit „pulsatilem Tinnitus“. Bei dieser Sonderform hören Menschen ein rhythmisches Rauschen oder Pochen, das den Alltag, den Schlaf und die Konzentration stark beeinträchtigen kann. Für Betroffene besonders beängstigend: die Ohrgeräusche treten im Takt des eigenen Herzschlags auf. Hierfür liegt die Ursache häufig in Veränderungen der Blutgefäße im Kopf.

Die Salzburger Landeskliniken (SALK) mit der Universitätsklinik für Neurologie an der Christian Doppler Klinik sind Vorreiter bei der Behandlung: Sie bieten seit einiger Zeit das sogenannte venöse Sinus-Stenting an. Dabei wird ein Stent in die betroffene Vene im Ohr eingesetzt, um die Engstelle zu erweitern und den Blutfluss zu normalisieren.

Ergebnisse sind vielversprechend
Die Ergebnisse sind vielversprechend: Bei einem Großteil der Patienten verbesserten sich die Beschwerden deutlich oder verschwanden gar vollständig. „Unser Ziel ist es, die Ursache gezielt zu behandeln – nicht nur die Symptome“, betont die leitende Oberärztin der Universitätsklinik für Neurologie, Monika Killer-Oberpfalzer.

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