Was soll denn das darstellen? Als die Teile für ein neues Buswartehaus in Orth an der Donau im Bezirk Gänserndorf (NÖ) mit dem Sattelschlepper angeliefert und aufgebaut worden waren, fragten sich dies schon damals viele Bürger. Hätten sie gewusst, dass das optisch recht filigrane Konstrukt in Summe 100.000 Euro gekostet hat, wären die Wogen wohl hochgegangen.
Es handelt sich um einen Nachbau einer „Ulmer Schachtel“, wie Bürgermeisterin Elisabeth Wagnes die Historie des Unterstands mit aufrechten Rudern als Säulen aufklärt: „Für Orth an der Donau idealer Ausdruck einer längst vergangenen Zeit.“ Kritik ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Über den desolaten Zustand anderer Wartehäuschen wisse sie sehr wohl Bescheid, erzählt sie der „Krone“: Aber hier habe das Land den Hauptbetrag, im konkreten 80 Prozent, bezahlt.
Es ist ein Nachbau als künstlerische Darstellung einer historischen ,Ulmer Schachtel´ – eines der ersten Boote auf der Donau. 80.000 Euro bezahlte das Land NÖ.

Elisabeth Wagnes, Bürgermeisterin von Orth/Donau
Bild: Eva Enzersberger
„Hätten wir ,nein‘ sagen sollen?“
„Geschmäcker sind verschieden“, meint Wagnes wissend, dass neben der Optik vor allem auch bezüglich der Kosten Kritik aufkommt. „Es handelt sich hier um eine Kulturinitiative des Landes Niederösterreich“, klärt sie auf. „Wir waren eine der Favoritengemeinden – so ergab es sich, dass wir für dies künstlerisch gestaltete Werk lediglich 20.000 Euro bezahlen mussten, den Rest finanzierte das Land“, erläutert Wagnes.
„Hätten wir ,nein’ sagen sollen? Allein der Neubau eines alten Wartehauses kostet, mit allen derzeitig aktuellen Auflagen, mindestens diese Summe“, meint sie abschließend.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.