Familie verlor Zuhause

Feuersbrunst: „Mein Lebenswerk wurde zerstört“

Niederösterreich
28.04.2026 14:00

Und mit einem Schlag steht man vor den Trümmern seiner Existenz. Diese überaus schmerzliche Erfahrung musste kürzlich eine Familie aus Wiener Neustadt in Niederösterreich machen. Im Zuge eines verheerenden Feuers wurde ihr Zuhause völlig zerstört. Geblieben ist lediglich die Kleidung am Leib – und Katze „Mincki“.

„Am Dienstag, den 14.4., wurde mein Lebenswerk ein Raub der Flammen.“ Mit diesen Worten meldet sich der Wiener Neustädter Andreas S. bei der „Krone“. Das geschieht über das Handy einer engen Freundin, denn sein eigenes wurde von den Flammen ebenfalls zerstört.

Knapp zwei Wochen ist es mittlerweile her, dass der Vater zweier Söhne im Erwachsenenalter buchstäblich alles verlor – im Zuge eines verheerenden Brandes, der an diesem Tag in seinem, mit Hingabe selbst errichteten, Eigenheim wütete. Das Feuer sollte in Wiener Neustadt zu einem Großeinsatz führen.

„Konnten Brand erst nach mehreren Stunden löschen“
Trotz des raschen Einschreitens der Feuerwehr stand bei deren Ankunft das Gebäude in der Gymelsdorfer Vorstadt bereits vom Keller bis zum Dachstuhl in Vollbrand. Der Einsatz verlangte den Helfern der Feuerwehr alles ab.

„Ein solches Brandereignis ist in Wiener Neustadt eher selten. Trotz des umfangreichen Löscheinsatzes konnten wir den ausgedehnten Wohnhausbrand erst nach mehreren Stunden löschen“, erklärte damals der Einsatzleiter der Feuerwehr, Feuerwehrkommandant Christian Pfeiffer. Bis in die Nachtstunden kämpften die Einsatzkräfte gegen Feuer und Glutnester, ehe „Brand aus“ gegeben werden konnte.

Hab und Gut wurde durch die Flammen zerstört.
Hab und Gut wurde durch die Flammen zerstört.(Bild: zVg)
(Bild: zVg)
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(Bild: zVg)

Verpuffung beim Einheizen
Doch wie kam es überhaupt zu dem verheerenden Feuer? „Ich hab den Kachelofen angeheizt. Und dabei kam es zu einer Verpuffung“, schildert der Wiener Neustädter. Danach kämpfte er zunächst selbst einen – letztlich erfolglosen – Kampf gegen die sich rasend schnell ausbreitenden Flammen. „Die Nachbarn waren alle da, haben Feuerlöscher gebracht. Mit denen habe ich dann zu löschen versucht, aber es war vergebens“, so S., dem das Erlebte noch merklich in den Knochen steckt. Einer seiner Söhne lebt noch bei ihm im Haus, war an diesem Abend aber glücklicherweise nicht zu Hause.

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Es ist ein Wahnsinn, wenn man aus dem Spital kommt und quasi nur noch die Unterhose am Leib besitzt.

Andreas S. steht vor der Trümmern seiner Existenz.

„Und zum Glück haben mich die Nachbarn davon abgehalten, noch einmal ins Haus hineinzulaufen – sonst wäre ich vielleicht nicht mehr hier.“ S. erlitt bei seinen Löschversuchen eine Rauchgasvergiftung, wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, konnte nach zwei Stunden entlassen werden.

Nichts sollte mehr so sein wie früher: „Es ist ein Wahnsinn, wenn man aus dem Spital kommt und quasi nur noch die Unterhose am Leib besitzt“, so S., der um Fassung ringt.

Katze „Mincki“ in der Brandruine
Katze „Mincki“ in der Brandruine(Bild: zVg)

„Es handelt sich um einen Totalschaden“
„Glücklicherweise kam die Familienkatze unbeschadet aus der Brandruine“, so der zweifache Vater. „Mincki“ galt mehrere Stunden lang als vermisst, konnte im Laufe des Einsatzes jedoch verschreckt, aber wohlbehalten gefunden werden. Für das Wohnhaus gab es jedoch keine Rettung. „Es handelt sich um einen Totalschaden“, so S., der vorübergehend bei Freunden untergekommen ist.

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Er hat alles verloren. Der Anblick von dem Haus, wo wir oft gemütliche Stunden erlebt haben, war sehr traurig und schockierend.

Tanja S., Freundin der Familie

Der Schock über das Erlebte sitzt bei dem Wiener Neustädter nach wie vor tief. „Wir befinden uns in einem psychischen Ausnahmezustand, dennoch sind wir voller Hoffnung und befinden uns auf dem Weg der Besserung“, zeigt sich der Wiener Neustädter aber kämpferisch. „Wir geben nicht auf und schauen nach vorn.“

Spendenaufruf

Auf der Plattform gofundme wurde ein Spendenkonto eingerichtet.
Stichwort: Einfamilienhaus abgebrannt.

„Anblick von dem Haus war schockierend“
Hilfe bei der Bewältigung des Erlebten und des Verlustes sowie Unterstützung für einen Neustart bekommt S. von Familie und Freunden. „Ich kann nur allen danken. Genau das hält mich davon ab, völlig zu verzweifeln“, gibt er zu.

„Er hat alles verloren. Der Anblick von dem Haus, wo wir oft gemütliche Stunden erlebt haben, war sehr traurig und schockierend“, zeigt sich auch Tanja S. gegenüber der „Krone“ erschüttert von dem Schicksal ihres guten Freundes. Aus ebendiesem Grund startete sie auch einen Spendenaufruf auf der Plattform gofundme. „Es fällt mir sehr schwer, um Hilfe zu bitten“, gesteht der Wiener Neustädter, „aber ich bin über jede Hilfe dankbar“.

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