Ein Langzeitarbeitsloser war sich für Job in einer Wäscherei zu schade: Er sei kein „Waschweib“, und die Tätigkeit sei unter seiner Würde. Auf „Krone.at“ sorgt der Bericht über sein dreistes Verhalten und seine strikte Ablehnung für zahlreiche Debatten.
Ein Notstandshilfebezieher sollte sich vom AMS aus um eine Tätigkeit in einer Wäscherei im Bezirk Ried/I. bewerben – was der Langzeitarbeitslose auch machte, aber eine Anstellung vereitelte. Er schrieb ins Bewerbungs-Mail „Diese Stelle entspricht weder meinen Kenntnissen und Fähigkeiten noch meinen Interessen und Neigungen.“ Als ihm das AMS daraufhin für 42 Tage die Notstandshilfe strich, beschwerte sich der seit 2017 Arbeitslose beim Bundesverwaltungsgericht: „Ich bin kein einfaches Waschweib, diese Tätigkeit ist für mich ehrenrührig, eine Diskriminierung meiner Person.“
„Deppert, wer arbeitet“
Auf „krone.at“ ging’s richtig rund: Der Bericht über den Vorfall wurde mehr als 100-mal kommentiert. Wenig überraschend drückten viele Leser Verwunderung und Abscheu aus, etwa: „Ein langzeitarbeitsloser Bekannter sagte mir mal, dass jeder deppert ist, der arbeitet, wenn man vom AMS relativ einfach zu Geld kommt, mit dem man angenehm leben kann! „ Interessant war dieser Vorschlag: „Anstelle des Arbeitslosengeldes gibt es einen vernünftigen Grundlohn, alle Arbeitslosen sind beim Staat angestellt und arbeiten 40 Stunden die Woche. Die Arbeitszuteilung erfolgt durch das AMS nach Qualifikation. Wenn sich jemand weigert, gibt es kein Geld.“
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