An die 700 Schwerverkehrskontrollen gibt es landesweit im Jahr. Einer der Hotspots ist der Grenzübergang bei Nickelsdorf.
Schauplatz „Neue Teilung“ gleich an der Grenze bei Nickelsdorf. Hier reiht sich ein Lkw an den anderen. Viele Lenker nutzen den Parkplatz, um zu schlafen. Andere warten darauf, dass ihr Fahrzeug kontrolliert wird. Gestern fand eine Schwerpunktaktion der Landesverkehrsabteilungen (LVA) Burgenland, Niederösterreich und Wien statt. 22 Beamte waren gemeinsam mit den technischen Sachverständigen des Landes im Einsatz.
„Tor zum Osten“
Das Burgenland sei das „Tor zum Osten“, meint Oberst Andreas Stipsits, Leiter der Landesverkehrsabteilung Burgenland. Rund 3500 Lkw würden hier durchfahren. Ein Grund mehr, dass auch entsprechend kontrolliert wird. Gerade Nickelsdorf sei eine Transitroute, sagt Stipsits. Die Kontrollen seien daher wichtig. Nicht nur für die Sicherheit auf den Straßen im Burgenland, sondern auch im Rest von Österreich und in weiterer Folge für ganz Europa. Über das ganze Jahr gibt es etwa 700 derartige Kontrollen landesweit, etwa die Hälfte davon gemeinsam mit der Polizei.
Obst und Pkw-Teile im Gepäck
Die Schwertransporter kommen beispielsweise aus Rumänien, Ungarn, der Türkei oder Belarus, sagt Einsatzleiter Reinhard Koglbauer, Fachbereichsleiter Kraftfahrwesen und Güterverkehr bei der LVA. Transportiert werde fast alles: Von Obst und Gemüse über Pkw-Teile bis hin zu Medikamenten. In den Kleinbussen sitzt oft Pflegepersonal. Andere Kleintransporter haben Motorräder oder Autos geladen.
OBD-Gerät im Einsatz
Die Fahrzeuge in Nickelsdorf werden schon am Grenzübergang von den erfahrenen Beamten aus dem Verkehr gezogen. Danach geht es in die eigens vom Land geschaffene Prüfhalle. Hier wird jeder Lkw und Kleintransporter unter die Lupe genommen. Wie gut gehen die Bremsen? Sind die Reifen in Ordnung? Bei den Kontrollen komme zunehmend die Auslesung des Motorsteuergerätes per OBD-Gerät zum Einsatz, erklärt Koglbauer. Wenn beim Fahrzeug etwas nicht passt, wird dies sofort angezeigt.
Ungarn geht eigenen Weg
Wird ein Mangel mit Gefahr in Verzug entdeckt, ist für das Auto Endstation. Aber warum sind so viele Fahrzeuge mit Mängeln unterwegs? Laut Stipsits gibt es regelmäßig Schwerpunktaktionen mit anderen Ländern. Nur mit Ungarn habe es in 20 Jahren keine einzige gegeben.
20 Kennzeichen abgenommen
Die vorläufige Bilanz der gestrigen Aktion: 40 Fahrzeuge wurden technisch kontrolliert, dabei wurden 211 Mängel festgestellt und wegen Gefahr in Verzug bei 20 die Kennzeichen abgenommen. Dazu kommen Anzeigen wegen Ruhezeitverletzungen, Gefahrengut und der Ladungssicherung. Die Sicherheitsleistungen werden vor Ort eingehoben, da eine spätere Verfolgung schwierig ist. Die Bußgelder gehen übrigens ans Land.
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