4 Spiele sieglos, aber

„Jüngere Vergangenheit gibt uns Selbstvertrauen“

Bundesliga
25.04.2026 07:55

Die jüngste Bilanz gegen Salzburg macht Rapid nach der Hartberg-Pleite Mut. Kapitän Seidl meint: „Wir haben unser Ziel nicht aus den Augen verloren.“

„Die jüngere Vergangenheit gibt uns Selbstvertrauen“, sagt Trainer Hoff Thorup. „Wir können mit einem guten Gefühl in die Partie gehen“, nickt Kapitän Seidl.

Matthias Seidl
Matthias Seidl(Bild: GEPA)

Das klingt kurios, eigentlich absurd, nur drei Tage nach dem 0:2-Desaster gegen Hartberg. Aber morgen gastiert Salzburg in Hütteldorf. Jahrelang war Grün-Weiß da nur Punktelieferant, aber das änderte sich unter Hoff Thorup. Am 8. März wurde daheim mit einer 1:0-Abwehrschlacht extrem glücklich die Top-6 fixiert, ehe Rapid nur eine Woche später zum Start der Meistergruppe auch noch ein 1:0 im Bullenstall nachlegte. Der „Dreier“ war schon hoch verdient, auch wenn Seidls goldener Freistoß unhaltbar abgefälscht war. „Der Glaube ist da, warum sollten wir nicht ein drittes Mal gewinnen?“, nutzt Hoff Thorup die Statistik, um die Köpfe aufzurichten.

„Nur“ noch um Europa
Dass Seidl im ersten Saisonduell beim 1:2 im Finish einen Elfmeter über die Latte jagte? Schwamm drüber. „Es ist schon herausfordernd, immer wieder aufzustehen“, spricht Seidl die konstante Inkonstanz an. „Wir haben schon bewiesen, dass wir es können.“

Und gegen aktive, offensive Gegner tut sich Rapid leichter als gegen defensive Bollwerke. „Es gibt für jede Partie einen anderen Matchplan“, so Seidl. „Aber wenn wir beim Rausspielen mehr Risiko nehmen, ist etwas möglich.“ Denn die Beichler-Truppe wird pressen, nicht wie Hartberg den eigenen Sechzehner verbarrikadieren. Da versuchten Cvetkovic und Raux-Yao vergeblich, die Steirer zu locken, Räume zu schaffen. „Aber zu einem Tanz gehören immer zwei“, beschreibt Hoff Thorup das Geduldsspiel.

Die zwei Siege gegen Salzburg machen Rapid Hoffnung.
Die zwei Siege gegen Salzburg machen Rapid Hoffnung.(Bild: APA/KRUGFOTO)

Morgen ist mehr Vollgas garantiert. „Wir können mutig, vielleicht auch etwas befreiter aufspielen“, will Seidl den wohl geplatzten Titel-Traum nutzen. „Die Spannung ist aber nach wie vor da. Wir haben unser Ziel nicht aus den Augen verloren, es geht um jeden Platz.“ Für das Europacup-Ticket müsste Rapid noch aufs Liga-Stockerl, als Vierter könnte sogar noch das Play-off (falls Altach Cupsieger wird) drohen. Und von hinten klopfen ja auch die Austria und Hartberg an.

„Ich erwarte, dass wir nach der Enttäuschung zurückschlagen“, so Hoff Thorup. Das Feuer ist noch da. Tore und Siege fehlen ...

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