GUTEN MORGEN

Gremium des Grauens | In die Parade fahren

Gremium des Grauens. Als sich gestern am Vormittag auf dem Wiener Küniglberg der ORF-Stiftungsrat versammelte, unter anderem, um Ingrid Thurnher bis zum Jahresende als Kurzzeit-Nachfolgerin des gefallenen Generaldirektors Roland Weißmann zu bestellen – sie bekam dafür am späten Nachmittag 31 von 35 Stimmen – und die Wahl des ORF-Generaldirektors vom August auf den Juni vorzuverlegen, da bezeichnete im Parlament ein hochrangiger Politiker diesen Stiftungsrat als „Gremium des Grauens“. Und präzisierte: „Er ist das Symbol für alles, was am Küniglberg falsch läuft.“ Wer das sagte? Kein oppositioneller Blauer oder Grüner, nein, es war Yannick Shetty, Klubobmann der Regierungspartei Neos. Bemerkenswert!

In die Parade fahren. Der Pinke sprach auch davon, dass sich gewaltig irre, wer glaube, mit der raschen Bestellung eines neuen ORF-Generals einfach zur Tagesordnung übergehen zu können. Shetty fordert, der Stiftungsrat, der „verlängerte Arm der Parteizentralen“, gehöre abgeschafft, müsse ersetzt werden durch einen professionellen, schlanken Aufsichtsrat, der dann ein mehrköpfiges ORF-Vorstandsteam auswählt. Völlig richtig! Doch was passiert wirklich? Das politisch verfilzte „Gremium des Grauens“ bestellt schnell einen neuen ORF-Chef, der den Küniglberg dann bis 2031 regiert. Fahren die mitregierenden Neos den übel packelnden Türkisen und Roten dabei in die Parade? Wenn sie ihre Forderung, die Politik müsse vollständig raus aus dem ORF, durchsetzen, dann haben sie den Applaus der eigentlichen Eigentümer verdient – der ORF-Zwangsgebührenzahler.

Kommen Sie gut durch den Freitag!

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