„Nie ernst gemeint“

Wut-Bürger entschuldigt sich nach Messer-Aufruf

Salzburg
24.04.2026 06:00

Ein Salzburger rief in einem Online-Video zu einem blutigen Angriff auf den Halleiner Bürgermeister Alexander Stangassinger  auf. Mittlerweile ermittelt die Justiz. Den Mann packte jetzt das schlechte Gewissen – er bittet den Stadtchef um Verzeihung ... 

„G‘scheiter wär es gewesen, wenn sie ihm gleich ein Feitl einigrennt hättn.“ In einem skandalösen Online-Video ließ ein Tennengauer seinen Frust an Halleins Bürgermeister Alexander Stangassinger (SPÖ) aus. Die „Krone“ berichtete über den recht unverblümten Aufruf zum Messer-Angriff auf den Stadtchef, die Justiz nahm darauf Ermittlungen auf.

Knapp zwei Wochen nach dem Erscheinen des Videos überkam den Wut-Bürger nun doch das schlechte Gewissen oder auch die Furcht vor einer drastischen Strafe. Der Mann veröffentlichte in den Sozialen Medien ein Entschuldigungsschreiben. Er bittet Stangassinger um Verzeihung: „Ich würde dir nie etwas Böses wollen. Wir beide kennen uns seit dreißig Jahren und haben 21 Jahre in der gleichen Firma gearbeitet.“ Seine Worte seien „respektlos und in keiner Weise gerechtfertigt“ gewesen. Es sei ein Fehler gewesen, ernst habe es der Mann „nie gemeint.“

Was den Tennengauer derart in Rage versetzt hat? Bürgermeister Stangassinger wettert bekanntlich seit Wochen gegen den neuen Spielsalon in der Altstadt, hat mittlerweile eine Anzeige gegen die Betreiber eingebracht. Das schmeckte dem Video-Ersteller so überhaupt nicht.

Der Bürgermeister selbst meint auf „Krone“-Anfrage: „Ich bin kein nachtragender Mensch und kann verzeihen. Der Herr wollte bereits einen Termin bei mir, ich habe allerdings zuerst eine öffentliche Entschuldigung gefordert. Jetzt können wir uns zusammensetzen.“

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