Präsident schwärmt

„So einen Kopf habe ich noch nie gesehen“

Auf nach Ibiza! Dort, wo andere die ganze Nacht lang Party machen, wartet auf Schwimmer Luca Karl ein schweißtreibender Zehn-Kilometer-Bewerb im Meer. Mittlerweile ist der Salzburger in der Weltspitze angekommen. Das ist laut dem Salzburger Verbandspräsidenten vor allem auf eine Sache zurückzuführen.

Auf nach Ibiza! Doch statt Party und Erholung wartet auf Schwimmer Luca Karl am Freitag auf der spanischen Insel der Zehn-Kilometer-Bewerb im Meer. Da Landestrainer Plamen Ryaskov mit den Beckenschwimmern in Graz ist, fungiert sein Bruder als Betreuer. Es ist der zweite Weltcupstopp in dieser Saison, beim ersten in Ägypten setzte der Salzburger mit Platz zwölf ein Ausrufezeichen. Dass er mittlerweile mit der Weltspitze mitschwimmt, ist vor allem einer Sache geschuldet: seiner starken Mentalität.

Das bestätigt auch Salzburgs Verbandspräsident Clemens Weis, der ihn auch selbst trainierte und daher bestens kennt: „So einen Kopf habe ich noch nie gesehen. Er ist so ein Arbeiter, ein außergewöhnliches Talent.“ Denn der 23-Jährige verfügt mit seiner Körpergröße von 1,77 Meter nicht über die idealen Voraussetzungen für einen Weltklasse-Schwimmer. Durch seinen Willen und die Disziplin kaschiert er diese Schwäche jedoch.

Wechsel nach Texas
Anders sieht die Sache bei seinem langjährigen Trainingspartner Luka Mladenovic aus. „Er hat die körperlichen Voraussetzungen dafür. Er ist einfach gemacht wie ein Fisch und für das Schwimmen“, betont Weis. Der hochtalentierte Salzburger ist seit Herbst in den USA, studiert dort an der Uni von Michigan. Diese verlässt der Beckenschwimmer aber wieder. Ihm fehlen dort die Gegner, die ihn herausfordern. Außerdem sei das ungesunde Essen auf Dauer für einen Profisportler nicht tragbar. Nun steht fest, wo der 21-Jährige in Zukunft sein Glück versuchen wird: an der University of Texas in Austin.

„Der Trainer (Bob Bowman, Anm.) dort hat extrem viel Erfahrung“, erklärt Mladenovic die Gründe. „Zusätzlich ist das die beste Gruppe auf der ganzen Welt.“ Einer seiner Trainingspartner wird Vorbild und Olympiasieger Leon Marchand.

Im Mai fliegt er zur Vorbereitung auf die Österreichischen Meisterschaften Mitte des Monats nach Hause. Vor der EM im Sommer in Paris soll es noch nach Texas gehen.

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