Gold und Schmuck um rund 250.000 Euro überließ ein 88-Jähriger aus der Wachau Kriminellen. Sie hatten sich zuvor als Ermittler ausgegeben und ihm vorgegaukelt, er sei in großer Gefahr ...
„Guten Tag. Hier spricht Herr Graf von der Kriminalpolizei.“ Diese Worte in deutschem Akzent eines unbekannten Anrufers scheinen ausgereicht zu haben, um die volle Aufmerksamkeit eines 88-Jährigen aus der Wachau zu bekommen. Die weiteren Sätze waren dann noch alarmierender: „Wir sind einer rumänischen Einbrecherbande auf der Spur. Wir haben deren Opferliste, Ihr Name steht auch darauf.“
Bekannt, aber äußerst effektiv
Die kriminelle Masche ist bei Weitem nicht neu, aber immer noch äußerst effektiv. Denn der Pensionist tat, was der vermeintliche Polizist von ihm verlangte. Er solle in seine Wohnung gehen und sein gesamtes Edelmetall und Schmuck in einen schwarzen Sack packen und draußen ablegen. Dieser werde dann von angeblichen Ermittlern abgeholt. „Nur so können wir es schützen“, gaukelte der Unbekannte vor.
Die ganze Zeit über war der Mann mit dem Kriminellen telefonisch in Kontakt, den Sack selbst hatte er dabei aber nicht mehr im Blick. Erst als ihm die Stimme am anderen Ende der Leitung gesagt hatte, dass die Übergabe erfolgreich stattgefunden habe, überzeugte sich der Wachauer: Der Sack – und damit sein gesamtes Vermögen – ist weg. Rund 250.000 Euro sollen die Preziosen wert gewesen sein.
„Überraschte“ Kriminelle verlangten auch Uhren
Die Summe dürfte auch die Kriminellen überrascht haben. Denn nur wenig später riefen sie erneut bei ihrem Opfer an. Zur Sicherheit sollte der Mann nämlich auch noch all seine Uhren in einen Beutel geben und diesen ebenso vor die Türe stellen. In zehn bis 15 Minuten würden sie erneut kommen und auch den nächsten Beutel „zur sicheren Verwahrung“ abholen. Doch er hatte nichts mehr abzugeben. Stattdessen wurde die Polizei alarmiert.
Das hatten vermutlich auch die Unbekannten auf der Rechnung. Sie ließen sich kein zweites Mal mehr blicken. Die Ermittlungen laufen.
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