Aus Sorge um seine Tochter übergab ein Rentner aus dem Bezirk Zwettl (NÖ) 65.000 Euro an die Betrüger. Die Täter versetzen das Opfer am Telefon permanent in Panik. Die Polizei gibt Tipps, was man bei einem derartigen Gespräch beherzigen sollte, um nicht den Verbrechern auf den Leim zu gehen.
Gehäuft schlagen derzeit wieder Betrüger mit dem „Polizeitrick“ zu – und täuschen die Opfer sogar mit einer gefälschten 059133-Telefonnummer. Innerhalb kurzer Zeit gab es zwei Fälle im Bezirk Zwettl. Bei einem wurde ein 70-Jähriger zu Mittag angerufen und eine vermeintliche Polizistin setzte ihn unter Druck: Seine Tochter wäre an einem tödlichen Autounfall beteiligt gewesen. Damit sie nicht eingesperrt werde, müsse er Kaution bezahlen.
Nach langem Gespräch holte der Mann 65.000 Euro von der Bank. Die Täter hielten den Druck aufrecht, indem sie das Opfer am Hörer permanent in Panik versetzten. Die Übergabe an einen „Gerichtsbeamten“ erfolgte dann auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Zwettl.
Versuchen, einen klaren Gedanken zu fassen
Vor allem bei so einem Anruf die Ruhe zu bewahren und logisch nachzudenken ist der beste Schutz vor den dreisten Betrügern. Zwettls Bezirkspolizeichefin Nicole Trappl gibt Tipps, die Betroffene in dieser emotionalen Ausnahmesituation möglichst bedenken und beherzigen sollten.
Die echte Polizei würde niemals das Angebot machen, sich von einer Haftstrafe freizukaufen!

Zwettls Bezirkspolizeichefin Nicole Trappl
Bild: LPD NOE
„Bitte lassen Sie sich von der möglicherweise am Display ihres Telefons aufscheinenden Nummer der Polizei nicht verunsichern. Ein derartiges Angebot, sich von einer Haftstrafe „freizukaufen“, würde die echte Polizei niemals machen. Lassen Sie sich auch auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen oder Angebote eingehen werden. Und legen Sie umgehend auf, wählen Sie den Notruf 133 und verständigen Sie die richtige Polizei“, rät die Zwettler Bezirkspolizeikommandantin Trappl.
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