Gewaltverbrechen, offene Drogenszene und wachsender Unmut in der Linzer Innenstadt erhöhen den Druck auf die Politik. Jetzt fordert Stadtvize Martin Hajart (ÖVP) ein klares Signal: Er will erstmals seit 2019 eine städtische Sicherheitskonferenz einberufen. Warum der 42-Jährige jetzt Alarm schlägt, welche Brennpunkte er nennt und welche Maßnahmen er von der Stadt verlangt.
Auslöser ist eine Serie von Vorfällen, die in den vergangenen Monaten für breite Verunsicherung gesorgt hat. Hajart: „Die Ereignisse zeigen deutlich, dass wir nicht länger zuwarten dürfen.“ Parallel dazu verschärft sich laut dem 42-Jährigen die Lage im Stadtbild. Vor allem in der Innenstadt – etwa rund um den Schillerpark – klagen Geschäftsleute und Hoteliers über zunehmende Probleme mit Drogenkonsum und Obdachlosigkeit vor ihren Eingängen.
Hauptbahnhof gilt als Treffpunkt
Auch der Bereich rund um den Hauptbahnhof steht seit Längerem in der Kritik. Der dortige Park gilt als Treffpunkt der Alkohol- und Drogenszene. Ein politischer Vorstoß aus dem Jahr 2023, der hier Maßnahmen anstoßen sollte, ist bislang nicht umgesetzt worden. Besonders alarmierend sei für Experten die veränderte Dynamik im Drogenhandel.
„Ich verlange zeitnah eine Konferenz“
Diese verlagert sich zunehmend in den offenen Raum. Deals würden nicht mehr nur im Verborgenen stattfinden, sondern teils sichtbar im Alltag, sogar in den Öffis. Für Hajart ergibt sich daraus klarer Handlungsbedarf: „Ich verlange zeitnah eine städtische Sicherheitskonferenz – und zwar mit allen relevanten Akteuren: politische Vertreter, Polizei, Suchtexperten und Streetworker.“
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