Mehr Produkte verkauft

Danone steckte Rückruf von Babymilch gut weg

Wirtschaft
22.04.2026 11:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Lebensmittelkonzern Danone hat den Rückruf von Babymilch und die Folgen des Iran-Kriegs gut weggesteckt. Der Umsatz sank zum Jahresbeginn lediglich um zwei Prozent auf 6,7 Milliarden Euro.

Auf vergleichbarer Basis ergab sich dank gestiegener Verkaufsmengen und höherer Preise ein Plus von 2,7 Prozent, wie der Hersteller am Mittwoch mitteilte. Insbesondere Gesundheitsprodukte seien bei Danone inzwischen stark und relevant, sagte Konzernchef Antoine de Saint-Affrique. Weltweit seien Proteinprodukte wie Skyr und Kefir, aber auch Wasser wie Evian und Mizone sowie Lebensmittel mit Gesundheitswirkung in den ersten Monaten des Jahres 2026 in der Gunst der Kundinnen und Kunden gestanden.

In China kauften die Kundinnen und Kunden vor allem Spezialnahrung, in Japan liefen milch- und pflanzenbasierte Produkte des Konzerns besonders gut. Besser als im Vorjahr lief es auch in der Region Amerikas, wobei das US-Geschäft langsam wieder an Dynamik gewinne, hieß es. In Europa lagen die vergleichbaren Umsätze leicht über dem Vorjahr.

In den vergangenen Jahren hat de Saint-Affrique den Konzern kräftig umgebaut. Dabei trennten sich die Französinnen und Franzosen von schwächeren Geschäftsbereichen und investierten verstärkt in wachstumsstarke Segmente wie proteinreiche Produkte und nährstoffangereicherte Spezialnahrung. Für 2026 wird mit einem Umsatzplus von drei bis fünf Prozent gerechnet.

Ende Jänner hat der französische Konzern in Österreich vier Chargen des Produkts Aptamil zurückgerufen, weil das Toxin Cereulid darin enthalten sein könnte. Dieses war bei einem Öllieferanten in Wuhan entdeckt worden, der auch Nestlé beliefert hatte.

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