Die Betreiber der Skilifte am Gaberl sehen sich mit immens gestiegenen Kosten konfrontiert, die sie alleine nicht mehr stemmen können. Jetzt suchen sie einen Käufer bzw. privaten Investor. Die kommende Skisaison wackelt.
Traurige Nachricht für Skifreunde: Wie am Mittwoch bekannt wurde, stehen die Skilifte Gaberl zum Verkauf. „Es tut uns wirklich weh, dass ein derart traditionsreiches Skigebiet verloren gehen könnte, aber wir schaffen es alleine nicht mehr“, sagt Geschäftsführer Thomas Gauss via Aussendung.
Die Inflation, die enormen Energie- und Dieselkosten sowie die immens gestiegenen Lohn- und Lohnnebenkosten machten einen gewinnbringenden Betrieb unmöglich. Gleichzeitig stiegen die Erlöse durch Liftkarten nicht im ausreichenden Maße. „Seit Corona ist die Zahl der Skifahrer merklich zurückgegangen“, sagt Gauss.
Womöglich kein Skibetrieb nächsten Winter
Außerdem wurde die Beschneiung für kleine Skigebiete in den vergangenen Jahren zur Herausforderung. Die Konsequenz: „Sollte sich keine Lösung im Sinne einer Übernahme oder eines Einstiegs eines privaten Investors ergeben, werden wir den Skibetrieb wohl oder übel im kommenden Winter nicht mehr weiterführen.“
Auch die Anlage müsste dann abgebaut und verkauft werden. Dazu zählen laut Betreiber zwei komplett ausgestattete Schlepplifte mit 700 Meter Länge, eine Pistenraupe und eine Beschneiungsanlage, acht Schneekanonen und eine Schneelanze.
Das von der Familie Lipp betriebene Gaberlhaus und der Sportgasthof Lipp sind nicht betroffen. Für den kommenden Winter will sich die Familie vermehrt auf Winterwanderer, Schneeschuhwanderer, Rodler und Langläufer konzentrieren. Die Loipe zum Alten Almhaus soll weiter gespurt werden, auch der Seillift mit der Skiwiese für Anfänger wird erhalten bleiben.
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