585 oder 690 Quadratmeter? Auf die Frage rund um die tatsächliche Größe einer Baufläche in der Seegasse in Gmunden liefert das Bauamt nun die Antworten. Die Debatten um das Wohnhaus gehen weiter, sogar Klagsdrohungen stehen im Raum. Der parteilose Gemeinderat Roland Simmer ortet weitere Unstimmigkeiten.
Viel schneller als angekündigt hat das Gmundner Bauamt das Rätsel um die tatsächliche Größe eines Baugrundstücks in der Seegasse lösen können. Wie berichtet, kam es dem parteilosen Gemeinderat Roland Simmer eigenartig vor, dass im Bauverfahren eine Bauplatzfläche von rund 690 Quadratmetern angeführt war, der aktuelle Katasterstand jedoch nur noch rund 585 Quadratmeter aufweist.
Liegenschaft mit drei Grundstücken
ÖVP-Bürgermeister Stefan Krapf klärt auf: „Es handelt sich um eine Liegenschaft mit 690 Quadratmetern, die aus insgesamt drei Grundstücken besteht. Eines ist tatsächlich 585 Quadratmeter groß, die restlichen zwei viel kleiner.“ Sauer stößt ihm auf, dass Gemeinderat Simmer mit der Thematik an die Öffentlichkeit ging. „Demokratiepolitisch ist es sehr fragwürdig, dass er eine fundierte Antwort nicht bis zum Sondergemeinderat am 4. Mai abwarten konnte und falsche Fakten in den Raum stellte.“
Rechtliche Schritte
Laut dem Stadtchef seien auch die Hausbesitzer über das Vorpreschen des Gemeinderats verärgert. Sie sollen über rechtliche Schritte nachdenken. Simmer kontert: „Als Gemeinderat ist es mein Recht, zu fragen und zu prüfen. Ich habe vor dem öffentlichen Gemeinderat auch versucht, am Amt Informationen zu erhalten, bekam sie aber nicht.“ Er bleibe bei seiner Meinung, dass am Wohnobjekt noch immer einiges seltsam sei. „Das Haus schaut größer aus als in den Planunterlagen, der Abstand zur Straße und zum Nachbargrundstück kommt mir zu klein vor. Außerdem war die Vorgabe, die Zufahrtsstraße in den ursprünglichen Zustand bringen zu müssen – das wären dann Stöckelpflaster. Es wurde aber asphaltiert, meiner Meinung nach passt es auch nicht in das Stadtbild.“
Am Immo-Markt spielt das Gebäude bei den Preisen jedenfalls in einer Top-Liga. Ein Appartement mit 34 Quadratmetern wird im Internet um 479.000 Euro angeboten, für das Penthouse mit 110 Quadratmetern müssen 1,34 Millionen Euro locker gemacht werden.
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